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Nordrhein-Westfalen will Förderschulen aufrecht erhalten

Archivmeldung vom 26.07.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.07.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Lernstoff: Schüler fanden Lösungen im Web. Bild: Joerg Trampert/pixelio.de
Lernstoff: Schüler fanden Lösungen im Web. Bild: Joerg Trampert/pixelio.de

Die neue nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will Förderschulen mit verschiedenen Förderschwerpunkten flächendeckend aufrecht erhalten. Vorerst sollten keine weiteren Förderschulen im Bundesland geschlossen werden, sagte sie der F.A.Z.

Gebauers Konzept für Integration sieht vor, dass Regelschulen, die bereits erfolgreich inklusiven Unterricht betreiben, mehr Personal bekommen. Im Regelschulsystem sollen sich künftig sogenannte Schwerpunktschulen um das Thema Inklusion kümmern. Wegen ihrer Erfahrungen mit integrativem Unterricht werden die Gesamtschulen nach Einschätzung der Ministerin "bestimmt die größte Zahl der Schwerpunktschulen" stellen.

Die Gymnasien sollen durch die Pläne der schwarz-gelben Regierung in Düsseldorf bei der Inklusion entlastet werden. Im Koalitionsvertrag haben sich CDU und FDP darauf verständigt, dass inklusiver Unterricht an Gymnasien "zielgleich" erteilt wird. Das heißt, dass behinderte Kinder dieselben Lernziele erreichen müssen wie nicht behinderte Schüler. Gebauer beklagt, dass Rot-Grün den Eltern zu große Versprechen gemacht habe. Es sei versucht worden, das Förderschulsystem möglichst schnell abzuwickeln. Dabei habe man die Inklusionsquote wie eine Monstranz vor sich hergetragen und dabei die Qualität aus den Augen verloren.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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