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Türkische Gemeinde in Deutschland kritisiert Wahl-Annullierung

Archivmeldung vom 07.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Türkische Gemeinde in Deutschland e.V. (TGD)
Türkische Gemeinde in Deutschland e.V. (TGD)

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, hat die Annullierung der Wahl in Istanbul kritisiert. "Das ist eine politische Entscheidung, die mit Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun hat", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagausgaben) mit Blick auf die Entscheidung der türkischen Wahlbehörde.

Sofuoglu: "Sie schadet der türkischen Wirtschaft, dem türkischen Ansehen und damit der Türkei insgesamt." Sofuoglu fügte hinzu: "Ich wünsche mir weiterhin, dass man sich nicht von demokratischen Mitteln verabschiedet." Aus einer Wahlwiederholung, erklärte er, werde "die Opposition gestärkt hervorgehen". Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Cem Özdemir sagte dem RND, zunächst habe "der Wahlverlierer Erdogan" den Besuch von Anwälten beim inhaftierten Führer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, genehmigt, "danach ließ er die Wahl in Istanbul annullieren. Die Strategie ist klar: Erdogan hofft, damit kurdische Stimmen zu bekommen und die demokratische Opposition zu spalten." Özdemir fuhr fort: "Ich glaube nicht, dass sich die Kurden von der AKP kaufen lassen. Man spürt die Panik beim autoritären Herrscher und seiner Partei."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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