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Justizministerin fordert mehr Solidarität unter Frauen im Bundestag

Archivmeldung vom 14.11.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.11.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
3 Frauen in der CDU (Symbolbild)
3 Frauen in der CDU (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) fordert mehr Solidarität unter den weiblichen Bundestagsabgeordneten. Derzeit würden sich die Frauen im Bundestag kaum für gemeinsame Interessen fraktionsübergreifend einsetzen, sagte Lambrecht dem "Spiegel". "Da könnten wir stärker werden."

Dass sich Frauen in der Politik zwar engagieren, aber seltener bei Wahlen kandidieren, kommentiert Lambrecht so: "Eine Funktion, in die man gewählt wird, bedeutet eine kontinuierliche Belastung." Frauen seien eher reflektiert in Bezug auf die Entscheidung, was sie sich zumuten und zutrauen. "Das finde ich positiv. Es gibt genug Männer, die nach jeder Wurst schnappen und die Dinge dann nicht zu Ende bringen."

In der aktuellen Ausgabe des "Spiegel" spricht die Justizministerin auch über ihre Gründe, nicht mehr für die nächste Bundestagswahl zu kandidieren: "Das ist eine Entscheidung, die ich nach langem Überlegen aus persönlichen Gründen getroffen habe. 22 Jahre Bundestag bedeuten 22 Jahre zweiter Wohnsitz, 22 Jahre aus dem Koffer leben." Ihre Entscheidung habe allein persönliche Gründe, sagt Lambrecht. "Ich bin in einem Alter, wo man noch etwas Neues beginnen kann." Sie könne sich gut vorstellen, wieder in ihrem Traumberuf zu arbeiten. Sie sei "Anwältin aus Überzeugung".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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