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BAMF hatte schon 2014 Hinweise auf Manipulationen in Bremen

Archivmeldung vom 12.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bestechung, Korruption & Reisepaß (Reisepass), Symbolbild
Bestechung, Korruption & Reisepaß (Reisepass), Symbolbild

Bild: motograf / pixelio.de

Die Zentrale des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg hat bereits im Jahr 2014 konkrete Hinweise erhalten, dass in der Außenstelle Bremen Asylverfahren manipuliert würden. Wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, schrieb der Leiter einer Außenstellen mehrere E-Mails mit entsprechenden Informationen an mehrere Gruppen- und Abteilungsleiter. Darin schilderte er unter anderem den Fall zweier Iraker, die gegen die Ablehnung ihrer Asylanträge geklagt hatten.

In das Gerichtsverfahren habe sich plötzlich die Bremer Außenstelle eingeschaltet, obwohl diese mit dem Verfahren bisher nichts zu tun hatte – und vorgetragen, die beiden Iraker würden doch als Flüchtlinge anerkannt. Die Asylentscheidung trug die Unterschrift der verdächtigen Mitarbeiterin in Bremen. Die Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt gegen die Frau, es geht um mutmaßlichen Asylmissbrauch in mindestens 1.176 Fällen, an denen die Beamtin sowie mehrere Rechtsanwälte und ein Dolmetscher beteiligt gewesen sein sollen.

Am 11. Juli 2014 schickte der andere Außenstellenleiter einen Beschwerdebrief mit den Details zu dem Fall an seinen Vorgesetzten in Nürnberg. Im Sommer 2014 führte er ein Krisengespräch mit der Bremer BAMF-Leiterin, in dem diese sich allerdings uneinsichtig gezeigt haben soll. Fortan dokumentierte er laut "Spiegel"-Bericht auffällige Fälle der Bremer Kollegin und schickte Listen mit den Aktenzeichen nach Nürnberg. Dort geschah offenkundig nicht viel. Die Frau soll ungehindert weitergemacht und sich in die Fälle anderer Außenstellen eingemischt haben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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