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Grünen-Gesundheitspolitiker schlägt Luftrettungsbrücke vor

Archivmeldung vom 27.11.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.11.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Janosch Dahmen (2020)
Janosch Dahmen (2020)

Foto: Turnbeutel85
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen befürchtet, dass die angekündigten 80 Patientenverlegungen über die sogenannten Kleeblatt-Grenzen hinaus bei Weitem nicht ausreichen werden, um angesichts der überlasteten Intensivstationen eine medizinische Versorgung gewährleisten zu können und ist für eine Luftrettungsbrücke. Das sagte er der "Welt am Sonntag".

Und weiter: "Anhand der Neuinfektionszahlen müssen wir davon ausgehen, dass Hunderte Intensivpatienten verlegt werden müssen", sagte Dahmen. "Weil der Bedarf so eklatant ansteigen könnte, werden möglicherweise auch Verlegungen in EU-Nachbarstaaten notwendig." Der Grünen-Politiker schätzt, dass bundesweit über zivile und militärische Rettungshubschrauber und Ambulanzflugzeuge gerade einmal 25 bis 50 Patienten gleichzeitig verlegt werden können. Er forderte, dass mit den privaten Luftrettungsbetreibern Gespräche über Kapazitätserweiterungen geführt werden.

"Wir müssen davon ausgehen, dass wir eine Luftrettungsluftbrücke brauchen könnten." Hermann Schröder, der die Abteilung Krisenmanagement im baden-württembergischen Innenministerium sowie den Arbeitskreis Rettungswesen in der Innenministerkonferenz leitet, bestätigt, dass es bei den 80 Verlegungen lediglich um Fälle geht, "die jetzt notwendig" seien. "Wir können es aktuell nicht ausschließen, dass Patienten auch ins Ausland verlegt werden müssen", sagte er der "Welt am Sonntag". Aus dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium hieß es, dass dort bereits Unterstützungsangebote aus der Schweiz, der französischen Region Grand Est und der italienischen Region Lombardei vorliegen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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