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Umweltminister warnt Steag vor Kauf der ostdeutschen Braunkohle

Archivmeldung vom 23.01.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.01.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Minister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen)
Minister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen)

Foto: Flickr upload bot
Lizenz: CC BY 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel warnt die Steag, ein verbindliches Angebot für die ostdeutsche Braunkohle abzugeben. "Es ist befremdlich, dass die Steag nun für die Braunkohle-Sparte von Vattenfall bieten will. Es ist nicht die Aufgabe von Stadtwerken im Ruhrgebiet, die Abwicklung der ostdeutschen Braunkohle zu organisieren und Braunkohle-Jobs in der Lausitz zu erhalten", sagte Remmel der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Der Minister bezweifelt, dass die Steag die Übernahme überhaupt stemmen kann. "Ich kenne keinen belastbaren Finanzplan der Steag oder der hinter ihr stehenden Stadtwerke, um eine solche Übernahme dauerhaft und nachhaltig zu stemmen."

Weiter drohte der Grünen-Politiker dem Essener Versorger mit der Kommunalaufsicht: Der Kauf der Steag sei den NRW-Stadtwerken einst nur unter Auflagen der Bezirksregierung genehmigt worden. "Sollte die Steag ein verbindliches Angebot für die Vattenfall-Sparte abgeben wollen, wird von der Kommunalaufsicht kritisch zu prüfen sein, ob die Auflagen eingehalten wurden."

Bis März läuft die Frist, in der Interessenten verbindliche Angebote für Vattenfalls Braunkohle einreichen können.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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