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Schäuble kritisiert aggressive Steuerverlagerungen in der EU

Archivmeldung vom 22.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Dennis Witte
Wolfgang Schäuble im Oktober 2012
Wolfgang Schäuble im Oktober 2012

Foto: RudolfSimon
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

In ungewöhnlich scharfer Form hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die aggressiven Steuerverlagerungen in der EU kritisiert. "Die Liste derer, die in Luxemburg entsprechende Institutionen zum Steuersparen haben, ist ein `Who`s who` der deutschen Wirtschaft", sagte Schäuble in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Focus".

Der moralische Schaden sei enorm. "Wenn sich bestimmte Gruppen nicht angemessen an der Finanzierung der öffentlichen Haushalte beteiligen, stimmt etwas nicht." Niemand erwarte vollständige Gerechtigkeit, aber es müsse wenigstens fair zugehen, so Schäuble. Denn das sei die Voraussetzung für Akzeptanz. "Dessen sollten sich die wirtschaftlichen Eliten stärker bewusst sein.

Über das große Versagen, auch bei Menschen, von denen man mehr erwartet hätte, kann man sich nur wundern", so der Minister. "Die Eliten müssen aufpassen, dass sie nicht abheben und sich damit abkoppeln vom Rest der Gesellschaft."

Schäuble sieht Fortschritte im Kampf gegen unfairen Steuerwettbewerb

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht Fortschritte im Kampf gegen unfairen Steuerwettbewerb in der Europäischen Union. "Bislang verschieben Unternehmen ihre Gewinne über Lizenzgebühren in Länder, die dafür Niedrigsätze anbieten", sagte Schäuble in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Focus".

EU-Mitgliedsstaaten sollten das künftig nur noch dann dürfen, wenn die Lizenzen von einem im Land selbst tätigen Wirtschaftsunternehmen kämen. "Lizenzen, die bisher einfach nur zum Steuersparen über die Grenze gehen, würden wir dann nicht mehr als Betriebsausgabe anerkennen", so Schäuble. "Sie müssten dann in Deutschland versteuert werden."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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