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VZBV kritisiert SPD-Vorstoß für höhere Pendlerpauschale

Archivmeldung vom 23.02.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.02.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) Logo
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Bild: Verbraucherzentrale Bundesverband VZBV

Vor den Beratungen der Ampel-Koalition über Schritte gegen die hohen Energiepreise kommt vom Verbrauchzentrale Bundesverband (VZBV) Kritik am SPD-Vorstoß für eine mögliche Erhöhung der Pendlerpauschale. "Von der Pendlerpauschale profitieren vor allem Haushalte mit hohem Einkommen überproportional", sagte die Teamleiterin Mobilität und Reisen beim VZBV, Marion Jungbluth, dem "Handelsblatt".

"Das heißt: Menschen mit weniger im Portemonnaie bekommen weniger erstattet." Dabei treffe die Geringverdiener der "Preisschock an der Zapfsäule" härter als Reiche oder Menschen mit Dienstwagen inklusive Tankkarte. "Diese soziale Ungerechtigkeit wird mit jedem Cent mehr Pendlerpauschale verschärft."

Über Vorschläge für Entlastungen wegen deutlich gestiegener Energiekosten wollen die Spitzen der Ampel-Parteien am Mittwoch beraten. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende und saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger hatte sich für eine Anhebung der Pendlerpauschale ausgesprochen. Sozial gerechter wäre aus Sicht Jungbluths ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld. "Anders als bei der Pendlerpauschale würde so bei allen Pendelnden die gleiche Summe je Entfernungskilometer von der Steuerschuld abgezogen", so die VZBV-Expertin. "Die Entlastung wäre unabhängig vom individuellen Steuersatz." Mobilität müsse bezahlbar bleiben, so Jungbluth. Nur wer mobil sei, könne am wirtschaftlichen und sozialen Leben teilhaben. Die Bundesregierung müsse daher "mit zielgenauen Konzepten statt schlichten Schnellschüssen" reagieren.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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