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Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen fühlt sich als "Spielball" benutzt

Archivmeldung vom 21.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Hans-Georg Maaßen (2016)
Hans-Georg Maaßen (2016)

Bild: Bundesamt für Verfassungsschutz (Inlandsgeheimdienst) / Eigenes Werk

Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen beklagt sich darüber, wie Politik und Öffentlichkeit vor seiner Absetzung als Verfassungsschutz-Präsident mit ihm umgegangen seien. "Was mich schmerzt, ist die öffentliche Herabwürdigung, die ich erfahren habe und gegen die ich mich nicht wehren konnte", sagt Maaßen dem "Spiegel".

"Ich glaube, das war das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass ein hochrangiger Beamter eine derartige Diskussion über seine Person erfahren hat." Er habe nie verstanden, "dass eine Regierung wegen eines Beamten, der sich nichts hat zuschulden kommen lassen, infrage gestellt wird", sagte Maaßen. Er sehe sich gleichwohl nicht als Opfer: "Wenn schon, dann Spielball." Zu schaffen gemacht hätten ihm "die öffentlichen Unterstellungen und Schmähungen, bei denen es zum Beispiel hieß: Maaßen ist ein Schädling, Maaßen tritt die Verfassung mit Füßen, Maaßen hat nicht alle Tassen im Schrank. Das war zum Teil schon sehr ehrabschneidend." Am meisten habe ihn getroffen, "dass man versucht hat, mich in die rechte Ecke zu schieben". Spekulationen über einen Parteiwechsel zur AfD erteilt er erneut eine Absage: "Ich bin seit 1987 Mitglied der CDU und gedenke das auch zu bleiben. Ich würde mich natürlich freuen, wenn die CDU unter der neuen Parteivorsitzenden im Bereich innere Sicherheit stärkere Akzente setzen würde."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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