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Linke-Chefin Katja Kipping: Partei muss künftig anders mit ihren Vorsitzenden umgehen

Freigeschaltet am 22.02.2021 um 06:40 durch Sanjo Babić
Katja Kipping (2019)
Katja Kipping (2019)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Vor ihrem Abschied von der Parteispitze hat die Linke-Politikerin Katja Kipping ihre Partei dazu aufgerufen, künftig anders mit ihren Vorsitzenden umzugehen.

"Unsere Partei hat zur Instanz der Vorsitzenden ein widersprüchliches Verhältnis. Einerseits sollen die Vorsitzenden möglichst gar nichts entscheiden, geschweige denn den Fraktionen etwas vorschreiben. Andererseits ist die allgemeine Erwartung, dass Vorsitzende alle Probleme lösen", sagte Kipping der in Berlin erscheinenden Zeitung "nd.DerTag".

Wenn irgendetwas schief gehe, neigten einige dazu, allen Unmut vorwurfsvoll an die Parteispitze zu adressieren, so Kipping. "Bernd Riexinger und ich haben gelernt, das nicht persönlich zu nehmen. Für die Zukunft empfehle ich der Partei aber um ihrer selbst willen einen anderen Umgang", sagte Kipping. Sie und Riexinger werden beim Bundesparteitag am Wochenende nach mehr als acht Jahren nicht erneut antreten. Favoritinnen für ihre Nachfolge sind die thüringische Linksfraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow und ihre Amtskollegin aus Hessen, Janine Wissler.

Quelle: nd.DerTag / nd.DieWoche (ots)

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