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NRW-Landtagswahl: Merz sieht Kopf-an-Kopf-Rennen mit Vorteilen für die CDU

Freigeschaltet am 13.05.2022 um 17:23 durch Thorsten Schmitt
Joachim-Friedrich Martin Josef Merz (2020)
Joachim-Friedrich Martin Josef Merz (2020)

Foto: Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de
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Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach den Interviews mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich auch der Vorsitzende der größten Oppositionspartei, CDU-Chef Friedrich Merz, im WDR zu den NRW-Landtagswahlen geäußert. In exklusiven Interviews mit der WDR-Sendung 'Aktuelle Stunde' (13.05.2022, 18:45 Uhr, WDR Fernsehen) und dem 'WDR 5 Morgenecho' (14.05., 07:05 Uhr, WDR 5 Radio) spricht Merz von einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Vorteilen für die CDU.

Wörtlich sagte Friedrich Merz in der WDR-Sendung 'Aktuelle Stunde': 'In Nordrhein-Westfalen ist ja nicht selbstverständlich, dass die CDU vorn liegt. Wir liegen aber vorn im Augenblick, und die SPD liegt deutlich hinter der CDU. Das ist eine Momentaufnahme der letzten Umfragen. Ob das dann am Wahlsonntag auch von den Wählerinnen und Wählern bestätigt wird, ist eine offene Frage, und deswegen ist die Beschreibung richtig: ‚Kopf an Kopf‘, aber die CDU liegt vorn. Die CDU hat nach meinem Empfinden in Nordrhein-Westfalen mit der FDP sehr erfolgreich regiert. Reicht es dafür? Möglicherweise nicht. Reichen andere Konstellationen? Darüber muss man dann reden.'

Auf die Frage, ob Schwarz-Grün generell zu den Vorstellungen von Friedrich Merz passen, sagte der CDU-Chef:

'Es stehen gerade in Nordrhein-Westfalen große Aufgaben bevor. Nehmen Sie nur das ganze Thema Transformation hin zur CO2-Neutralität. Das ist in keinem Land so sensibel und so arbeitsplatzintensiv wie in Nordrhein-Westfalen. Und deswegen wird es sehr darauf ankommen, naja, da wird es sehr darauf ankommen, dass man auch die richtigen Schwerpunkte setzt, damit das Ganze auch mit Augenmaß und Zielstrebigkeit geht. Wenn das passt, dann passt es, aber darüber wird man reden müssen. Aber dann kommt es natürlich auch auf die Gewichte in einer solchen Koalition an. Je stärker die CDU dabei ist, umso besser ist es dann natürlich auch für den Erhalt der Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen.' ('Aktuelle Stunde')

Im Interview mit WDR 5 forderte Friedrich Merz außerdem eine Aufarbeitung der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz: 'Das ganze Thema Zivilschutz, Katastrophenschutz, auch schnelle Reaktion auf diese Ereignisse wird ein Thema sein. Wir stehen im Grunde vor einer Neuordnung großer Teile des Zivilschutzes.' Parteipolitische Zuordnungen hält Merz für falsch.

Bei WDR 5 stellt der CDU-Vorsitzende Merz auch in Aussicht, die Bundesregierung weiter in ihrer Ukraine-Politik zu unterstützen:

'In diesen Fragen müssen wir wo immer möglich auch zusammenstehen. Das tun wir. Es gibt natürlich auch unterschiedliche Auffassungen. Wir diskutieren darüber. Wir haben auch im Bundestag Debatten geführt mit Pro und Kontra. Aber die Bevölkerung erwartet von uns zurecht – und ich möchte dieser Erwartung auch persönlich entsprechen - dass wir in dieser schwierigen Zeit hier keine Parteipolitik machen, sondern dass wir in den gewählten Aufgaben auch zusammenstehen und das tun wir.' (WDR 5)

Quelle: WDR Westdeutscher Rundfunk (ots)

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