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Wahltrend: AfD gewinnt zwei Prozentpunkte hinzu

Archivmeldung vom 10.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Tim Reckmann / pixelio.de
Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Die rechtspopulistische AfD hat nach ihrem Einzug in den sächsischen Landtag im stern-RTL-Wahltrend 2 Prozentpunkte zugelegt und kommt jetzt auf 7 Prozent. Auch die Unionsparteien CDU/CSU gewinnen im Vergleich zur Vorwoche einen hinzu und liegen jetzt bei 42 Prozent, während die SPD einen verliert und nun 23 Prozent hat. Auch die Linken und die Grünen büßen jeweils einen Punkt ein und fallen auf 9 Prozent, die FDP bleibt bei 3 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen 7 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 26 Prozent.

"Die AfD ist keine Protestpartei", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner dem stern, "sie wird gewählt von einem Milieu, das man als rechtspopulistisch bis rechtsradikal identifizieren kann." Anfällig für ein solches Weltbild seien etwa zehn Prozent der Wahlbürger. "Die gehen zeitweilig entweder gar nicht wählen oder parken ihre Stimmen bei anderen Parteien, auch, aber nicht nur, bei der Union - bis es wieder eine für sie attraktive Partei auf der rechten Seite gibt." Da die AfD nach der Sachsen-Wahl salonfähig geredet worden sei, obwohl sie nicht mehr Stimmen bekommen habe als bei der Bundestags- und der Europawahl zuvor, werde sie jetzt wohl auch in die Landtage von Thüringen und Brandenburg einziehen.

In einer weiteren Umfrage im Auftrag des stern untersuchte das Forsa-Institut anlässlich des Koalitionsstreits um die Maut, wie die Deutschen zum abgenommenen Einfluss der bayerischen CDU-Schwesterpartei CSU auf die Bundespolitik stehen. 58 Prozent finden es gut, dass der Einfluss der CSU auf die Bundespolitik gesunken ist, nur 24 Prozent sähen es lieber, wenn sich die Bayern-Partei in Berlin stärker durchsetzen könnte. Auch eine Mehrheit von 56 Prozent der CDU-Anhänger begrüßt den schwindenden Einfluss der CSU auf Bundesebene. Bedauert wird diese Entwicklung mehrheitlich nur von den Befragten in Bayern (46 Prozent) und den CSU-Anhängern (71 Prozent).

Die Namen der drei CSU-Minister im Bundeskabinett kennen nur wenige Bundesbürger. 16 Prozent der Befragten konnten Alexander Dobrindt (Verkehr und digitale Infrastruktur) und nur jeweils 2 Prozent Gerd Müller (Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und Christian Schmidt (Ernährung und Landwirtschaft) nennen. 12 Prozent nannten falsche Namen, 72 Prozent fiel kein Name ein. Auch die meisten CSU-Anhänger konnten spontan nicht sagen, wie die Bundesminister der Partei heißen.

Datenbasis stern/RTL-Wahltrend:

Das Forsa-Institut befragte vom 1. bis 5. September 2014 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Datenbasis CSU-Umfrage: Das Forsa-Institut befragte am 4. und 5. September 2014 im Auftrag des Magazins stern 1005 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Quelle: Gruner+Jahr, stern (ots)

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