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Gabriel dachte am Wahlabend an Rücktritt

Archivmeldung vom 30.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Sigmar Gabriel (2012)
Sigmar Gabriel (2012)

Foto: Arne Müseler / www.arne-mueseler.de
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat eingeräumt, dass er am Abend der Bundestagswahl an Rücktritt gedacht hat. "Also, wenn man Vorsitzender einer Partei ist und das Wahlziel deutlich verfehlt, dann muss man sich immer fragen, ob man weitermachen kann", sagte Gabriel der "Welt am Sonntag".

Die politische Verantwortung habe nicht allein der Kanzlerkandidat. "Die liegt beim Vorsitzenden." Zur Frage der nächsten Kanzlerkandidatur wollte sich Gabriel nicht äußern. Er zeigte sich jedoch enttäuscht, dass die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin und stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Hannelore Kraft ihren Verzicht erklärt hat. "Ich habe das bedauert, weil die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen immer auch eine potenzielle Kanzlerkandidatin ist", sagte der Vizekanzler und Wirtschaftsminister.

Gabriel rechtfertigte die Entscheidung der SPD, auf das Finanzministerium zu verzichten. "Es gab ungefähr so viele Gründe, es zu nehmen, wie es Gründe gab, es nicht zu nehmen", sagte er. "Die Seligkeit der Regierung und der Erfolg der SPD hängen jedenfalls nicht davon ab. Das haben wir in der Vergangenheit gesehen."

Die Sozialdemokraten bezeichnete er als "die eigentlichen Erben von Ludwig Erhard". Viele in der FDP hätten immer nur die Klappentexte seiner Bücher gelesen. In einer sozialen Marktwirtschaft, wie sie Erhard im Blick gehabt habe, "wäre es nie und nimmer möglich, dass Steuerzahler auf Dauer für die Risiken der Banken eintreten müssen".

Die SPD müsse "das Erfolgsmodell der sozialen Marktwirtschaft verteidigen". Unternehmer seien "nicht die Gegner der Sozialdemokratie". Gerade mittelständische Unternehmer und Familienunternehmer würden wirtschaftlichen Erfolg, soziale Verantwortung für ihre Arbeitnehmer und für ihr Land sehr ernst nehmen. Und es gebe auch in vielen Konzernen "hervorragende Manager, die in gleicher Weise verantwortlich handeln".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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