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Hofreiter kritisiert Klöckners Tierwohl-Studie

Archivmeldung vom 02.03.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.03.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Anton Hofreiter (2019)
Anton Hofreiter (2019)

Foto: FlickreviewR 2
Lizenz: CC BY 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Anton Hofreiter, hat die Pläne von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) für mehr Tierschutz in der Landwirtschaft als unzureichend kritisiert. "Wir brauchen einen Umbau der industriellen Tierhaltung, dazu gehört auch eine Finanzierung zur Unterstützung der Tierhalter, die umsteigen wollen", sagte Hofreiter dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Das von Klöckner beauftragte und an diesem Dienstag vorgestellte Gutachten zeige dafür auch Wege auf, so der Grüne. Hofreiter sagte jedoch: "Klar muss sein: mehr Geld muss auch zu einer deutlich besseren Tierhaltung führen." Das sei durch das Vorgehen der Ministerin nicht garantiert: "Was Julia Klöckner am Ende ihrer Amtszeit vorschwebt, ist zu wenig Tierschutz, der viel zu spät kommt", sagte der Grünen-Politiker.

"Um die von der Union zu verantwortende Fehlentwicklung der industriellen Massentierhaltung wieder einzufangen braucht es einen größeren Wurf." Zu diesem müssen auch ein Ausgleich für Geringverdiener und Benachteiligte zählen, forderte der Grünen-Fraktionschef: "Eine Tierwohlabgabe würde auch Menschen mit wenig Geld treffen, deshalb gehört eine soziale Kompensation zwingend dazu", so Hofreiter. "Die Union darf sich nicht länger dagegen sperren, ärmeren Menschen etwa höhere Regelsätze zuzugestehen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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