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Ökonomen drängen Schäuble zu großer Steuerreform

Archivmeldung vom 23.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Michael Staudinger / pixelio.de
Bild: Michael Staudinger / pixelio.de

Zwei der einflussreichsten Ökonomen Deutschlands fordern Finanzminister Wolfgang Schäuble auf, die Bürger im Rahmen einer großzügigen Steuerreform zu entlasten. "Der Staat ist hervorragend finanziert, und das Geld wird lustig rausgeworfen", sagte Clemens Fuest, Chef des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Bundesfinanzministeriums, dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Es wird Zeit für eine Steuerreform, eine ordentliche Entlastung inklusive."

Der Freiburger Ökonom Lars Feld kritisiert Schäubles Ankündigung, 2016 Inflationsgewinne des Fiskus im Umfang von 1,5 Milliarden Euro an die Steuerzahler zurückzugeben. "Was Finanzminister Schäuble angeboten hat, reicht bei Weitem nicht aus", sagte das Mitglied im Sachverständigenrat. Seit 2005, so Feld, sei im Rahmen der sogenannten kalten Progression ein Betrag von rund zehn Milliarden Euro aufgelaufen, den der Fiskus den Steuerzahlern erstatten sollte.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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