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Städte-und Gemeindebund warnt: Nicht jeden Quadratmeter in der City bebauen

Freigeschaltet am 22.06.2019 um 06:54 durch Andre Ott
Täglich gehen in Deutschland rund 1,5 km² (220 Fußballfelder) Land unwiderbringlich verloren durch Errossion, Neubaugebiete, Straßen, etc.
Täglich gehen in Deutschland rund 1,5 km² (220 Fußballfelder) Land unwiderbringlich verloren durch Errossion, Neubaugebiete, Straßen, etc.

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Deutsche Städte-und Gemeindebund hat angesichts des Klimawandels mehr Grün in den Citys und Ortskernen gefordert. "Wir dürfen trotz der Wohnungsnot nicht jeden Quadratmeter bebauen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Kluge Stadtentwicklung setze auf kurze Wege, Parks sowie "auf eine Architektur, die zum Verweilen einlädt". Der Gemeindebund arbeite mit Hochdruck an entsprechenden Konzepten. Grüne Zonen dienten zudem als Feinstaubfilter, erhöhten die Luftqualität und könnten als Temperaturregulator gerade bei Hitzeperioden eine wichtige Funktion übernehmen. Landsberg wies zugleich darauf hin, dass von den minimal erforderlichen 80.000 Sozialwohnungen pro Jahr aktuell allenfalls die Hälfte gebaut würden.

Neben hohen Kosten, Mangel an Bauland und Kollisionen mit Umweltauflagen sei Bürokratie der Grund. Die Zahl der Bauvorschriften hat sich in den letzten Jahren von 5000 auf 20.000 vervierfacht. Landsberg erklärte: "Wir sollten ehrlich sein: Eine kurzfristige Lösung der Wohnungsprobleme in den Ballungszentren wird nicht möglich sein." Zur Entlastung der Boom-Regionen drängte er darauf, ländliche Räume sträker als bisher mit einem leistungsfähigem öffentlichen Personennahverkehr und einem Schienennetz zu erschließen. In den ländlichen Regionen in Deutschland stünden 1,2 Millionen Wohnungen leer.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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