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Zentralrat der Muslime verteidigt Brinkhaus

Archivmeldung vom 07.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat die Äußerungen von Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) über die Möglichkeit eines muslimischen Kanzlers verteidigt. "Herr Brinkhaus spricht eigentlich eine Selbstverständlichkeit an. Jede Person, egal welcher Religion oder auch ohne Religionszugehörigkeit, sollte bei entsprechender Qualifikation jedes Amt in unserem Land bekleiden können", sagte Mazyek der "Heilbronner Stimme".

 "Eine Kanzlerin oder ein Kanzler kann auch keiner Religion angehören." Es sei deshalb nicht einmal besonders mutig, was Brinkhaus ausgesprochen habe. Die Debatte halte er aber auch für nicht besonders glücklich, so Mazyek weiter. "Die Zuspitzung zum jetzigen Zeitpunkt auf das Religiöse kann ich nicht nachvollziehen, und sie ist auch nicht notwendig. Ich warne daher vor einer weiteren Empörungswelle, davon gibt es schon viel zu viele." Es gehe hier nicht um eine Frage des Glaubens, sondern da rum, ob die Amtsträger "Deutschland und der Demokratie dienen, und zu den gemeinsamen Werten und dem Grundgesetz stehen".

Brinkhaus hatte dem Mediendienst "Idea" auf die Frage, ob ein Muslim im Jahr 2030 für die CDU Bundeskanzler werden könne, geantwortet: "Warum nicht, wenn er ein guter Politiker ist und er unsere Werte und politischen Ansichten vertritt." Das bereits Ende Februar veröffentlichte Interview sorgt nun für Diskussionen in der Union.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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