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SPD erwägt Änderungen am Krankengeld

Archivmeldung vom 02.07.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.07.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Prof. Dr. med. Dr. sc. (Harvard) Karl Lauterbach Bild: karllauterbach.de
Prof. Dr. med. Dr. sc. (Harvard) Karl Lauterbach Bild: karllauterbach.de

Die SPD erwägt, die gesetzlichen Bestimmungen zum Krankengeld zu ändern. In der "Bild-Zeitung" kritisierte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Karl Lauterbach die Entwicklung, dass immer mehr Krankenkassen kranke Versicherte dazu drängten, vorzeitig ihre Arbeit wieder aufzunehmen, um die Auszahlung des Krankengelds zu sparen. "Damit gefährden die Kassen die Gesundheit der Versicherten. Wir müssen überlegen, dagegen gesetzgeberisch vorzugehen", erklärte Lauterbach.

Außerdem sei die Aufsicht der Krankenkassen in Bund und Ländern gefordert, den neuen Hinweisen der Patientenberatung nachzugehen. Die Unabhängige Patientenberatung (UPD) kritisiert laut "Bild" in ihrem neuen Jahresbericht, dass Krankenkassen immer häufiger kranke Versicherte dazu drängen, vorzeitig ihre Arbeit wieder aufzunehmen. "Das ist kein Kavaliersdelikt", sagte Lauterbach der "Bild". Die Krankenkassen bekommen mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds für Krankengeld-Bezieher. Also müssten sie auch akzeptieren, wenn ihre Versicherten länger krank geschrieben seien.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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