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Karl Lauterbach sieht für Ampel-Koalition "riesige Baustellen" im Gesundheitswesen

Archivmeldung vom 25.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
(Symbolbild)
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Bild: Tim Kellner/ Eigenes Werk

SPD-Politiker Karl Lauterbach sieht im deutschen Gesundheitswesen "riesige Baustellen, die coronabedingt nicht bearbeitet wurden". "In den letzten zwei Jahren ist sehr viel liegen geblieben", sagte Lauterbach dem "Kölner Stadt-Anzeiger/Leverkusener Anzeiger" (Montag-Ausgabe) vor dem Start der Arbeitsgruppen zur Vorbereitung einer Ampel-Koalition am Mittwoch.

"Die Krankenhäuser sind stark defizitär, insbesondere die Unikliniken. Der Ausbau der Digitalisierung ist ins Stocken geraten, sowohl in den Praxen als auch in Krankenhäusern. Die Krankenkassen machen zweistellige Milliardendefizite. Es gibt erhebliche Probleme in der Vorbeugemedizin", konstatierte der SPD-Gesundheitsexperte, der als Fachpolitiker für den Bereich Gesundheit und Pflege mitverantwortlich ist. Zu seinen eigenen Ambitionen, Gesundheitsminister zu werden, äußerte sich Lauterbach zurückhaltend: "Man darf sich selbst auch nicht überschätzen", sagte er: "Personalfragen werden ganz zum Schluss entschieden. Jetzt arbeite ich erst einmal an der Richtung, die das Gesundheitssystem in den nächsten vier Jahren einschlägt."

Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Leverkusen/Köln-Mülheim erwartet, dass die Teilnehmer der Verhandlungen über eine Ampel-Koalition aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP keine Zwischenergebnisse an Medien durchstechen werden: "Ich habe viel Erfahrung im Führen von Koalitionsgesprächen und weiß: Das Beste kommt raus, wenn man vertrauensvoll miteinander diskutiert, Zwischenergebnisse nicht in der Zeitung stehen und auch Ziele nicht öffentlich auseinandergenommen werden." Er werde im Vorfeld auch keine Ziele öffentlich kommunizieren, sagte Lauterbach, "und hoffe, die anderen sind auch so schlau, das nicht zu tun."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)


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