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IW-Chef Hüther: "Erneute Lockdown-Verschärfung ist nur schwer nachzuvollziehen"

Archivmeldung vom 18.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Michael Hüther (2018)
Michael Hüther (2018)

Foto: FlickreviewR 2
Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln, Michael Hüther, hat sich gegen eine Verlängerung und Ausweitung des Lockdowns ausgesprochen. "Es wird immer nur mit Bedrohungsszenarien gearbeitet", sagte er dem "Tagesspiegel".

Hüther weiter:"Auch jetzt ist eine erneute Verschärfung nur schwer nachvollziehen, da die Inzidenzen sowohl bei uns als auch in den Ländern, in denen die Mutation sich ausgebreitet hat, tendenziell zurückgehen." Im Moment werde die Politik nicht erklärt und nicht begründet, so der Ökonom weiter: "Das finde ich nicht nur als Ökonom, sondern auch als Bürger ziemlich empörend."

Hüther warf der Bundesregierung zudem vor, nicht für ausreichend empirische Daten gesorgt zu haben, um gezieltere Maßnahmen zu beschließen. "Eine Datengrundlage für andere gezielte Maßnahmen als ein allgemeines Herunterfahren wurde gar nicht erst geschaffen", meint er. Dieser geringe Kenntnisstand sei im März vertretbar gewesen, aber jetzt nicht mehr. "Der Preis dafür ist, dass jetzt das ganze Land im Lockdown ist."

Zu dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder forderte Hüther, dass die Schulen nicht über den 1. Februar hinaus geschlossen bleiben dürften. Zudem forderte er einen Ausblick auf ein Ende des Lockdowns: "Geschäften, die schlüssige Hygienekonzepte vorlegen, muss zudem eine Perspektive zur Öffnung gegeben werden", sagte Hüther dem "Tagesspiegel": "Es muss nach vorne gedacht werden, wie wir aus dem Lockdown herauskommen."

Der Tagesspiegel, Newsroom, Telefon 030-29021-14908

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)


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