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Grünen-Politiker Trittin: Wirtschaftsweise Grimm und Greta Thunberg haben unrecht

Archivmeldung vom 15.10.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.10.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Jürgen Trittin (2019)
Jürgen Trittin (2019)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Grünen-Politiker Jürgen Trittin hat der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm und der Klima-Aktivistin Greta Thunberg in deren Einschätzung der Atomkraft in Deutschland widersprochen. Grimm hatte vorgerechnet, dass bei einem Weiterbetrieb der Atomkraftwerke deutliche Preissenkungen bei Strom die Folge seien.

"Eine Einschätzung des Öko-Instituts ist realistisch, dass das auf den Spot-Märkten nur ein bis zwei Prozent ausmacht. Solche kleinen Schwankungen finden sich bei den Endkunden nicht wieder", erklärte Trittin im Fernsehsender phoenix. Auch Greta Thunberg habe nicht recht mit ihrer Mutmaßung, wonach es für die Klimapolitik besser sei, auf die Kohlekraftwerke zu verzichten und stattdessen Atomkraftwerke weiterlaufen zu lassen. "Es gibt etwas, was Frau Thunberg vergessen hat, nämlich dass wir unter den Bedingungen des europäischen Emissionshandels leben." Ein temporäres Hochfahren von Kohlekraftwerken ändere nichts an der Gesamtbilanz, "weil es gibt nicht CO2-Zertifate auf dem Markt. Und deshalb ist diese Behauptung nicht richtig", so Trittin.

Kritik übte der Grünen-Politiker auch an der bayerischen Staatsregierung, die zwar mehr Atomkraft, nicht aber den Atommüll haben wolle. "Diese Form der Politik, die an den Heiligen St. Florian erinnert, sollte sich eine Bundesregierung nicht zu eigen machen." Die Verordnung über einen temporären etwaigen Weiterbetrieb von zwei Atomkraftwerken müsse noch im Bundestag abgestimmt werden und trete nur in Kraft, wenn die Abgeordneten nicht widersprechen würden. "Wir machen den Koalitionspartnern ein Angebot. Wenn sie es nicht haben wollen, bleibt es bei der Rechtslage. Wir kommen damit auch klar", meinte Trittin.

Quelle: PHOENIX (ots)


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