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Sonntagsfrage: FDP weiter unter 5 Prozent

Archivmeldung vom 14.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Die FDP bleibt laut Umfragen weiter deutlich unter der 5-Prozent-Hürde. Nach der Meta-Analyse aller in der letzten Woche durch die großen Meinungsforschungsinstitute veröffentlichten Umfragen kommen CDU und CSU auf 43 Prozent, wenn heute Bundestagswahlen wären.

Die SPD kommt auf 25,2 Prozent, die FDP auf 3,4 Prozent, die Grünen auf 8,0 Prozent. Die Linkspartei erreicht in den Umfragen im Durchschnitt 9,0 Prozent, die Piratenpartei 2,0 Prozent, die AfD auf 5,3 Prozent.

Zustimmung für Schwarz-Rot wächst

In Union und SPD wächst die Zustimmung für eine mögliche Regierungskoalition der Parteien. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz hat sich vor Beginn der zweiten Sondierungsrunde mit der Union für eine Große Koalition ausgesprochen: "Die Wähler haben uns beauftragt, aus dem Wahlergebnis etwas zu machen", sagte Scholz im Interview mit dem "Spiegel". "Die SPD hat vor vier Jahren nicht wegen ihrer Beteiligung an der Großen Koalition ein so miserables Ergebnis erzielt."

Er fürchte sich nicht vor einer Neuauflage: "Eine Niederlage ist keine Gesetzmäßigkeit nach einer Großen Koalition." Gleichzeitig forderte der Hamburger Erste Bürgermeister Konsequenzen aus der Wahlniederlage der SPD bei der Bundestagswahl: "Wer annimmt, dass wir dieses Ergebnis nicht debattieren werden, liegt falsch", sagte Scholz. Man könne nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. "Die Diskussionen werden auf alle Fälle kommen", so der SPD-Politiker.

Indirekt nannte Scholz den Streit zwischen Parteichef Sigmar Gabriel und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück als eine Ursache für die Niederlage. "Man muss zusammenhalten", so Scholz. Das sei "überwiegend" gelungen. Auch in der Union wächst die Zahl der Unterstützer einer schwarz-roten Koalition. "Die anstehende Legislaturperiode ist die wichtigste seit der Einheit", sagt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). "Die Finanzausstattung der Länder, der Solidarpakt und der Länderfinanzausgleich müssen neu geregelt werden. Dafür brauchen wir alle SPD-regierten Länder im Boot. Das ist ein entscheidendes Argument für Schwarz-Rot im Bund."

Nachdem die Union zuletzt mit den Grünen sondiert hatte, sind in der nächsten Woche wieder Gespräche mit der SPD geplant. Obwohl sich CDU und CSU offiziell alle Optionen offen halten, wird die Große Koalition generell als das Bündnis mit der höchsten Wahrscheinlichkeit angesehen.

Emnid: Rot-Rot-Grün erstmals seit Bundestagswahl vor Union

Zum ersten Mal seit der Bundestagswahl liegt Rot-Rot-Grün in der Wählergunst wieder vor der Union. Im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich erhebt, erreichen zwar sowohl Union (42 Prozent) als auch die SPD (25 Prozent) den Wert der Vorwoche.

Dafür können die Linkspartei (10 Prozent) und die Grünen (9 Prozent) jeweils einen Prozentpunkt zulegen. Damit liegt Rot-Rot-Grün zusammen bei 44 Prozent. Die Alternative für Deutschland (AfD) kann sich bei 6 Prozent halten.

Nicht im Bundestag vertreten wäre die FDP mit 3 Prozent (Minus 1). Die Sonstigen landen bei 5 Prozent. Emnid befragte vom 04. bis 09. Oktober 2013 insgesamt 1.833 Personen.

Umfrage: Schäuble und Gabriel als Minister am beliebtesten

Wenn die Deutschen das nächste Bundeskabinett zusammen stellen könnten, würde Wolfgang Schäuble (CDU) klar Finanzminister bleiben, SPD-Chef Sigmar Gabiel neuer Superminister für Wirtschaft und Umwelt und Manuela Schwesig (SPD) für Familien zuständig sein. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag von "Bild am Sonntag", für die am Donnerstag und Freitag insgesamt 1.000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger befragt wurden.Danach wünschen sich 52 Prozent der Bundesbürger die Große Koalition, nur 25 Prozent sind für Schwarz-Grün.

Klare Vorstellungen haben die Deutschen auch, welche Partei welche Ministerien erhalten soll: So sind sie dafür, dass die Union Wirtschaft (das wollen 61 Prozent), Finanzen (56 Prozent), Innen- (54 Prozent), Verteidigungs- (52 Prozent) und Außenministerium (49 Prozent) übernimmt. Die SPD soll sich um Arbeit und Soziales (53 Prozent), Umwelt (51 Prozent), Bildung (48 Prozent), Familie (47 Prozent) und Gesundheit (46 Prozent) kümmern. Den Grünen gestehen die Bürger bei einer schwarz-grünen Regierung nur drei Ministerien zu: neben Umwelt (78 Prozent) noch Familie (52 Prozent) und Gesundheit (50 Prozent).

Emnid fragte für "Bild am Sonntag" auch ab, wie die Deutschen Merkels nächstes Kabinett zusammenstellen würden. Zur Abstimmung standen aussichtsreiche Kandidaten für die sechs wichtigsten Ministerien. Bei Finanzen liegt Amtsinhaber Wolfgang Schäuble klar vor denkbaren Nachfolgern von SPD (Jörg Asmussen) und Grünen (Jürgen Trittin). Ursula von der Leyen soll sowohl bei Schwarz-Rot wie Schwarz-Grün Arbeitsministerin bleiben. Aber auch Sigmar Gabriel (Wirtschaft/Umwelt) und Manuela Schwesig (Familie) sähen die Deutschen gern im Kabinett.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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