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Ministerium und Soldatenverbände einigen sich auf Veteranenbegriff

Archivmeldung vom 19.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Infanterie Parade (BRD): Auf dem Bild sind ausnahmslos Soldaten, die auch gleichzeitig alle Veteranen sind - nach neuester Definition.
Infanterie Parade (BRD): Auf dem Bild sind ausnahmslos Soldaten, die auch gleichzeitig alle Veteranen sind - nach neuester Definition.

Bild: Eigenes Werk/ OTT

In Deutschland gibt es jetzt offiziell Veteranen. Nach jahrelangem Streit haben sich das Bundesverteidigungsministerium, der Bundeswehrverband und der Reservistenverband auf eine gemeinsame Definition geeinigt. Nach Informationen der "Bild am Sonntag" ist derjenige Veteran, der entweder aktiver Soldat ist oder bei der Bundeswehr gedient hat und nicht unehrenhaft entlassen wurde. Damit ist die Bezeichnung Veteran nicht an Dienstzeitlänge oder Funktion innerhalb der Bundeswehr gebunden. Auch ein Auslandseinsatz ist keine Bedingung.

Die jetzige Einigung ist die breitest mögliche Definition. Nach ihr gibt es nun mehr als zehn Millionen Veteranen in Deutschland. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte der "Bild am Sonntag": "Alle Veteranen eint, ob sie in Auslandseinsätzen, im Kalten Krieg oder im Grundbetrieb gedient haben, dass sie sich in der Uniform der Bundeswehr für Frieden und Freiheit unseres Landes eingesetzt haben. Dafür gebührt ihnen ein Leben lang Respekt und Anerkennung." Andre Wüstner, Vorsitzender des Bundeswehrverbandes, freute sich in "Bild am Sonntag" über die Definition: "Sie grenzt niemanden aus, heute ist alles Einsatz."

Der Vorsitzende des Reservistenverbandes, Oswin Veith, erklärte: "Einsätze hinterlassen Spuren. Viele Heimkehrer haben das Bedürfnis, diesen Spuren einen Namen zu geben." Wie die Würdigung von Veteranen konkret aussehen soll, ist unklar. Das Verteidigungsministerium will Vorschläge erarbeiten. Bundeswehr-Verbandschef Wüstner betonte: "Inwieweit es tatsächlich einen Bedarf an einem Veteranen-Abzeichen gibt, wird sich zeigen. Viel wichtiger sind eine bessere Fürsorge wie Familientherapien für Einsatzversehrte und mehr Wertschätzung. Ein gutes Zeichen wäre, dass Deutschland bald Austragungsort der Invictus Games, der Paralympics für Veteranen wird." Ex-Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte 2012 die Diskussion um den Veteranenbegriff gestartet, das Ministerium bestell te sogar schon tausende Veteranen-Abzeichen. Die lagern aber seither in einem Bundeswehrkeller, weil sich die Soldatenverbände bislang über die Veteranen-Definition gestritten haben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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