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Umwelthilfe hält unzureichende Klimamaßnahmen für gesetzeswidrig

Archivmeldung vom 19.09.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.09.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Deutsche Umwelthilfe e.V. in der Kritik: Über 100 Anwälte und nur wenige Mitglieder. Abmahnungen gehören zu ihrem täglichen Geschäft. Jetzt auch die Verhaftung einer Landesregierung.
Deutsche Umwelthilfe e.V. in der Kritik: Über 100 Anwälte und nur wenige Mitglieder. Abmahnungen gehören zu ihrem täglichen Geschäft. Jetzt auch die Verhaftung einer Landesregierung.

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wirft Bund und Ländern vor, mit unzureichenden Klimaschutzmaßnahmen gesetzliche Regelungen zu missachten. "Ich bin entsetzt, dass die Politik noch immer nicht verstanden hat, dass sie sich an die Klimaschutzgesetze und Abkommen halten muss", sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Resch weiter: "Es gibt gute Gesetze und internationale Abkommen, aber die werden von Politikern häufig ignoriert. Solange der Staat sich als Gesetzesbrecher betätigt, müssen ihm Gerichte klarmachen, dass auch er die Gesetze beachten muss." Hintergrund sind eine Vielzahl an Klagen des Umweltverbands, mit denen er die Politik zu mehr Klimaschutz verpflichten will. "Diese Klagen sind im Moment die Ultima Ratio. Denn die Politik hat nicht mehr die Kraft, sich gegen die Wirtschaftsinteressen großer Konzerne durchzusetzen."

Am Anfang habe er geglaubt, dass es nur zwei oder drei Verfahren braucht und die Politiker dann Klimaschutzpolitik im Rahmen der internationalen Abkommen machen würden. "Doch heute erlebe ich, dass der Staat immer dreister gegen Recht und Gesetz verstößt." Die Arbeit von Umweltverbänden sieht Resch zunehmend beeinträchtigt. "Behörden verweigern uns Unterlagen und Auskünfte, obwohl sie ganz genau wissen, dass wir diese vor Gericht einklagen und Recht bekommen werden. Das sagen uns die Beamten auch ganz offen." Resch kritisierte: "Wir erleben eine Erosion des Rechtsstaates. Der Spruch `Legal, illegal, scheißegal` ist vom Staat übernommen worden, und das meine ich so drastisch, wie ich das hier sage."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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