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Möller stellt sich gegen Kürzungen bei Fischerei-Fördergeldern

Archivmeldung vom 12.01.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.01.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Siemtje Möller (2021)
Siemtje Möller (2021)

Foto: Spdbt
Lizenz: CC BY 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Verteidigungs-Staatssekretärin Siemtje Möller (SPD) hat sich gegen die geplanten Kürzungen bei den deutschen Küsten- und Hochseefischern gestellt. "Es ist gut, dass nun von den Kürzungen bei der Landwirtschaft weitestgehend Abstand genommen wurde", sagte Möller der "Bild".

"Die Rücknahme dieser Kürzungsvorschläge darf aber nicht zulasten der Küstenfischerei erfolgen." Die Branche habe in den letzten Jahren enorme Unsicherheiten durch Regularien der EU erlebt und Umschichtungen im Bundeshaushalt dürften nicht dazu führen, dass den wenigen verbleibenden Betrieben an der Nordseeküste wichtige finanzielle Unterstützung entzogen werde. "Damit Küstenfischerei, so wie die bäuerliche Landwirtschaft, auch in Zukunft noch unsere norddeutsche Kultur- und Wirtschaftslandschaft prägt, braucht es neben weniger Bürokratie, keine Kürzungen nach dem Rasenmäherprinzip, sondern gezielte finanzielle Unterstützung für die zukunftsfähige Aufstellung der Betriebe", so Möller. 

Nach dem angekündigten Verzicht auf Subventionsabbau für Landwirte sollen die Fischer nach vorläufigen Plänen auf einen Großteil der zugesagten Erlöse aus dem Verkauf der Rechte für Offshore-Windparks verzichten. Der Deutsche Fischerei-Verband kündige Proteste an und will am Freitag eine Demonstration im Hafen von Büsum durchführen, wobei auch das Sperrwerk blockiert werden soll. "Seit Jahren werden die Bedingungen für uns Fischer immer schlechter, jetzt wurde uns regelrecht der Stecker gezogen", sagte Vizeverbandspräsident Dirk Sander der Zeitung. "Man hat uns Fischern gesagt: Stellt euch neu auf, macht die Flotte emissionsärmer", so Sander. "Doch dafür fehlt Geld, wenn gleichzeitig die Fangquoten immer niedriger werden und überall Windparks gebaut werden, wo wir dann nicht mehr fischen dürfen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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