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Ohoven: Mittelstand in Sorge um Wirtschaftspolitik in Deutschland

Archivmeldung vom 28.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Mario Ohoven (2019)
Mario Ohoven (2019)

Bild: Screenshot Youtube Video: "Mario Ohoven zum neuen Soli-Modell am 21.08.19" / Eigenes Werk

Zu dem Ergebnis der Landtagswahlen in Thüringen erklärt Mittelstandspräsident Mario Ohoven: "Aus Sicht des Mittelstands ist es alarmierend, dass in Deutschland Mehrheiten für eine wirtschaftsfreundliche und wachstumsorientierte Politik immer unwahrscheinlicher werden."

Ohoven weiter: "Zu erklären ist das nur aus dem mehr als zehnjährigen ökonomischen Aufschwung, der zu einer weit verbreiteten Sorglosigkeit geführt hat. Diese Sorglosigkeit ist brandgefährlich angesichts des drohenden wirtschaftlichen Abschwungs, der viele Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet.

Die Bundesregierung muss deshalb jetzt ein Wachstumspaket gegen den Abschwung schnüren, das die Rahmenbedingungen für den Mittelstand verbessert: Eine Senkung des Körperschaftssteuersatzes um einen Punkt auf 14 Prozent würde Entlastungen für unsere Unternehmen in Höhe von zwei Milliarden Euro jährlich schaffen. Der Soli gehört vollständig abgeschafft - sofort und für alle. Die steuerlichen Abschreibungsbedingungen müssen verbessert werden, um den Unternehmen zusätzliche Investitionen zu ermöglichen.

Ich appelliere zugleich an die Parteien der demokratischen Mitte, sich mit Nachdruck um Mehrheiten in der Bevölkerung zu bemühen. Die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Wähler in Thüringen ihre Stimme Parteien des rechten und linken Rands gegeben haben, muss die Politik insgesamt alarmieren. In der Vergangenheit galt die Gewissheit: Bonn ist nicht Weimar. Das muss auch für die Berliner Republik gelten."

Quelle: BVMW (ots)

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