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Weber konkretisiert Pläne für EU-Initiative zur Krebsbekämpfung

Archivmeldung vom 25.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Charité. Neubau des Bettenhauses. Links: Teil der alten Bebauung. Bild: Manfred Brückels / de.wikipedia.org
Charité. Neubau des Bettenhauses. Links: Teil der alten Bebauung. Bild: Manfred Brückels / de.wikipedia.org

Der Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) für die Europawahl, Manfred Weber (CSU), konkretisiert seine Pläne für eine europäische Initiative zur Krebsbekämpfung und erklärt wie eine neue IT-Infrastruktur den Kampf gegen den Krebs beschleunigen soll.

"Wir wollen die Forschungslücke in Europa schließen, indem wir das Potenzial von Big Data voll ausschöpfen", schreibt Weber in einem Gastbeitrag für die "Welt", den er gemeinsam mit der Krebsärztin Angelika Eggert, Direktorin der Klinik für Pädiatrie der Berliner Charité, verfasst hat. Mit einem "Europäischen Digitalen Krebszentrum als dezentraler Datenbank" könnten Verbindungen und kausale Zusammenhänge schneller erkannt werden. "Damit ermöglichen wir bahnbrechende Fortschritte in der Krebsprävention und -früherkennung, schnellere Diagnosen und auf den Patienten zugeschnittene Behandlungen. Wertvolle Zeit wird nicht mehr verschwendet. Gesundheitsdaten sind im digitalen Zeitalter eben auch eine Medizin gegen vermeintlich unheilbare Krankheiten", schreiben Weber und Eggert weiter. Sie heben die Wichtigkeit von Prävention hervor.

"Es wird geschätzt, dass 40 Prozent der Krebsneuerkrankungen verhindert werden könnten", schreiben der EVP-Spitzenkandidat und die Krebsärztin. Sie kündigen an, man werde Europa mit der "modernsten IT-Infrastruktur" ausstatten. "Um in Europa den Kampf gegen den Krebs erfolgreich zu führen und gleichzeitig die Daten unserer Patienten zu schützen, können wir uns nicht länger auf Technologien aus China und den USA verlassen, die oftmals nicht unseren Sicherheitsstandards entsprechen. Mit einem Investitionsplan 4.0 muss jede Region Europas Zugang zu modernster und zugleich sicherer digitaler Infrastruktur, wie Supercomputern und Cloud-Technologie, erhalten. Eine lahmende digitale Infrastruktur darf in Zukunft kein Gesundheitsrisiko mehr sein", schreiben Weber und Eggert in dem Gastbeitrag für die "Welt". Zudem solle sich ein neu einzurichtender Internet-Thinktank "gerade den Fragen nach höchsten ethischen wie sozialen Standards stellen und ihre Einhaltung auch im digitalen Zeitalter garantieren, ohne dabei medizinischen Fortschritt zu blockieren". Den "Masterplan", der am Freitag in Straßburg vorgestellt wird, haben neben Weber und Eggert fünf Krebsforscher aus Deutschland, der Schweiz, Italien und Frankreich mitverfasst.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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