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Finanzministerium erarbeitet Notfallplan für Rezession

Archivmeldung vom 05.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Das Bundesfinanzministerium (BMF) arbeitet an einer Notfallplanung für die nächste Rezession. Wie der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wollen die Beamten ihrem Minister Olaf Scholz (SPD) massive steuerliche Erleichterungen vorschlagen, um die Wirtschaft im Falle eines Abschwungs zu stabilisieren.

Dabei denken sie vor allem an Abschreibungsvergünstigungen für Unternehmen. Diese Maßnahme steht bei den Beamten des BMF hoch im Kurs, weil sie viel schneller wirkt als langfristige staatliche Investitionsvorhaben. Zusätzliche Stimulierung der Wirtschaft versprechen sich die Scholz-Mitarbeiter von Entlastungen bei der Einkommensteuer. Davon würde ebenfalls ein Großteil der Unternehmen profitieren; für 80 Prozent der Firmen in Deutschland handelt es sich um die Unternehmensteuer.

Nach den BMF-Überlegungen sollen die Tarife der Einkommensteuer auf breiter Front sinken. Dadurch hätten auch Arbeitnehmer mehr Geld zur Verfügung. Höhere Kaufkraft bedeutet mehr Konsum, die steigende Nachfrage würde die Konjunktur zusätzlich stimulieren. Je nach Schwere der Rezession könnte der fiskalische Anschub des Staates ein Volumen von einem halben bis einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts haben. Das wären 17 bis 35 Milliarden Euro.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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