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Ost-Beauftragter der Bundesregierung kritisiert Studie zum Einkommensgefälle

Archivmeldung vom 24.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Christian Hirte (2018)
Christian Hirte (2018)

Bild: Screenshot Youtube Video: "Neu im Fraktionsvorstand: Christian Hirte" / Eigenes Werk

Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Christian Hirte (CDU), hat die Studie der Hans-Böckler-Stiftung zum Einkommensgefälle in Deutschland kritisiert. Hirte sagte am Mittwoch dem rbb-Inforadio, man dürfe nicht nur das durchschnittliche Nettoeinkommen vergleichen.

Entscheidend seien auch die jeweiligen Lebenshaltungskosten in der Region, betonte Hirte. Trotz eines niedrigeren Durchschnitteinkommens müsse sich der Osten, was die Lebensqualität angehe, nicht vor dem Westen verstecken. So lebten in Süddeutschland, das besonders gut abgeschnitten hat, viele Topverdiener großer Unternehmen und des Spitzensports:

"Im Süden von München, im Landkreis Miesbach, leben die drei Fußballer Thomas Müller, Philipp Lahm und Manuel Neuer. Allein diese drei sind verantwortlich für 1.300 Euro des Durchschnitteinkommens in diesem Kreis. Das zeigt, wie sehr Spitzenverdiener die Zahlen verzerren."

Dagegen habe der normale Fabrikarbeiter oder die Verkäuferin Probleme, dort die normalen Dinge des täglichen Lebens zu bezahlen, betonte Hirte. Der Osten habe zuletzt an Attraktivität gewonnen. Das gelte insbesondere für verfügbare und bezahlbare Kinderbetreuungsangebote und bezahlbare Mietwohnungen.

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)

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