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Niedersachsens Kultusminister offen für "Vorquarantäne"-Vorstoß der CDU

Archivmeldung vom 26.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Bettina Stolze / pixelio.de
Bild: Bettina Stolze / pixelio.de

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) unterstützt den Vorschlag des Koalitionspartners CDU einer vorsorglichen Isolation für Schüler kurz vor Weihnachten. "Der Vorschlag wird bereits geprüft. Wenn das als präventive Quarantäne ausreicht, werden wir das umsetzen", sagte der SPD-Politiker am Wochenende gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Die Idee sei zuvor bereits von Schülern vorgetragen worden. Offiziell würden die Weihnachtsferien erst am Mittwoch, 23. Dezember, beginnen. Dem CDU-Vorschlag zufolge sollen der Montag und Dienstag davor aber zu landesweiten Homeschooling-Tagen erklärt werden. Damit wäre Freitag, der 18. Dezember, der letzte offizielle Präsenztag in den Schulen, und es gäbe die Chance auf eine mehrtägige Quarantäne vor Weihnachten. Sie würde das Risiko einer Infektion mit dem insbesondere für ältere und kranke Menschen gefährlichen Coronavirus nach Einschätzung der Christdemokraten deutlich verringern. Mit Blick auf Weihnachten hatte sich jüngst auch der Virologe Christian Drosten für eine freiwillige "Vorquarantäne" zum Schutz älterer Verwandter ausgesprochen.

Unterstützung erhielt der "Vorquarantäne"-Vorstoß der CDU auch aus der Opposition. "Wir begrüßen, dass zumindest die CDU sinnvolle und umsetzbare Vorschläge für den Umgang mit der Corona-Krise in den Schulen macht, während sich die Vorschläge des Kultusministers auf das regelmäßige Öffnen der Fenster beschränken. Mit zwei Homeschooling-Tagen direkt vor den Ferien ließe sich der Weihnachtsbesuch der Großeltern für Familien sicherer gestalten", meint der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Försterling. Wichtig sei, dass es dennoch bei Bedarf eine Betreuungsmöglichkeit gebe, "denn viele Eltern haben nach den vergangenen Monaten keinen einzigen freien Tag mehr, um zusätzliche Betreuungstage einzuplanen".

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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