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Moritz Bleibtreu: Kino leidet unter Serienboom

Archivmeldung vom 20.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Moritz Bleibtreu (2018)
Moritz Bleibtreu (2018)

Bild: Eigenes Werk / OTT

Der Schauspieler Moritz Bleibtreu (47) sieht den Boom auf dem internationalen Serienmarkt mit gemischten Gefühlen. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte er, zwar sei die Entwicklung der Kunstform Serie erst einmal spannend und begrüßenswert. "Aber das Kino leidet darunter und spaltet sich immer mehr auf in Publikumsfilme und Arthausfilme mit weniger Zuschauern. Und das ist schade."

Bleibtreu ist ab Samstag an der Seite von Iris Berben in der ZDF-Miniserie "Die Protokollantin" zu sehen - allerdings ist diese Produktion für ihn keine Serie, sondern "ein Film, der fünf Stunden dauert". Als Schauspieler reizt ihn das Format Serie kaum: "Ich sehe mich nicht mehrere Staffeln lang in einer Rolle, das ist nicht so mein Ding." Er möge Geschichten mit Ende, betonte der 47-Jährige: "Wo kein Ende ist, gibt es keine Reflexion, wo kein Ende ist, fängt nichts Neues an." Bei einer Serie warte der Zuschauer nur darauf, wie es weitergehe: "Das ist künstlerisch ein fragwürdiges Konzept, finde ich." Der Schauspieler tritt mit dem Gangsterdrama "Nur Gott kann mich richten" erstmals auch als Produzent in Erscheinung. Mit dem Film wolle er seinen eigenen Beitrag leisten, "um dem deutschen Kino ein wenig Leben einzuhauchen", sagte er der "NOZ".

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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