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Linke empört über VW-Abwrackprämie: Autokonzerne wollen nur Ladenhüter loswerden

Archivmeldung vom 19.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Schrottplatz
Schrottplatz

Bild: Stephan Wengelinski / pixelio.de

Linken-Chefin Katja Kipping hat die von VW angekündigte Abwrackprämie für alte Dieselfahrzeuge abgelehnt. "Das ist ein weiterer Versuch der Autokonzerne, aus ihrem millionenfachen Diesel-Betrug an den Kunden erneut Kapital zu schlagen", sagte Kipping der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Statt die Mängel an den Fahrzeugen auf eigene Kosten zu beheben, wollten die Autobauer die Kosten wieder auf die Käufer abwälzen und ihnen "ihre Ladenhüter mit satten Gewinnen verkaufen".

Laut Kipping würden so "wieder neue Dreckschleudern auf die Straße gebracht", weil ein gutes Angebot umweltfreundlicher Antriebe fehle. "Wer sich kein neues Auto leisten kann, der hat so oder so Pech gehabt", kritisierte die Parteivorsitzende. "Man muss wohl Autoboss oder als Verkehrsminister getarnter Auto-Lobbyist mit CSU-Parteibuch sein, um das für Klima- und Umweltschutz zu halten". Aus Sicht der Linken sei völlig klar, dass auch Konzerne sich an Recht und Gesetz halten müssten. Es führe kein Weg an Hardware-Nachrüstungen auf Kosten der Hersteller vorbei. Kipping fordert zudem als zentrale Maßnahme gegen Luftverschmutzung in den Ballungsräumen einen flächendeckenden Ausbau und langfristig den Nulltarif bei Bus und Bahn.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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