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Weil: Geschäftsleitung der Meyer Werft hat foul gespielt

Archivmeldung vom 08.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Stephan Weil im Bundesrat, 2019
Stephan Weil im Bundesrat, 2019

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Mit scharfen Worten hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) das jüngste Vorgehen der Geschäftsleitung der Meyer Werft in Papenburg im Streit um den richtigen Kurs des Kreuzfahrtschiffbau-Unternehmens aus der Corona-Krise kritisiert. "Ich habe die Infoveranstaltung als ein Foul empfunden", sagte Weil gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) bei einem Besuch in Papenburg am Montag.

Weil bezog sich auf die Online-Infoveranstaltung, zu der Seniorchef Bernard Meyer die Belegschaft am vergangenen Samstag (5.6.) eingeladen hatte. Am Ende ließ dieser dort über zwei Zukunftsmodelle abstimmen, die beide einen Stellenabbau vorsehen. Der Betriebsrat, mit dem das Unternehmen seit Monaten über Kreuz liegt, war nicht eingebunden. Vor diesem Hintergrund sei es nur verständlich, dass die Arbeitnehmervertreter für Montag zu einer Betriebsversammlung eingeladen hätten, sagte Weil der "NOZ": "Eine Abstimmung ist nicht Sache des Arbeitgebers."

Der Ministerpräsident erklärte gegenüber der "NOZ", eine Situation mit derart verhärteten Fronten zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite wie auf der Meyer Werft kenne er "nirgendwo in Niedersachsen": "Das macht mir große Sorgen." Seit mehr als einem Jahr zeichnet sich keine Lösung für einen sozialverträglichen Umbau des Unternehmens ab. Gibt es auch in den nächsten Tagen keine Verständigung, will die Werft das Einsetzen einer Einigungsstelle bei einem Arbeitsgericht beantragen.

Auch unter enger Begleitung der Landesregierung sei man einer Einigung bislang nicht näher gekommen, bedauerte Weil gegenüber der "NOZ", betonte aber gleichzeitig, dass der Einfluss der Politik hier begrenzt sei. Nun seien die Beteiligten "gut beraten, auf der Suche nach einer gemeinsamen Lösung kompromissbereit zu sein".

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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