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Merz: "Diskussion nicht an Personen orientieren"

Archivmeldung vom 27.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Friedrich Merz  (2017)
Friedrich Merz (2017)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat zu sachlicher Debatte über die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vorgeschlagene "Industriestrategie 2030" aufgefordert. "Wir brauchen eine strategische Wirtschaftspolitik in Europa, um auch in Zukunft wettbewerbsfähige Arbeitsplätze zu haben", sagte Merz im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Er begrüße, dass sich Altmaier "mit einem Papier aus seiner Feder einmischt". Allerdings sehe er dessen Vorschläge "lediglich als den Anfang einer notwendigen Diskussion - und nicht als das Ende". Merz, der im Dezember 2018 bei der Wahl zum CDU-Vorsitzenden äußerst knapp Annegret Kramp-Karrenbauer unterlag, rief dazu auf, die "Diskussion aber nicht an Personen, sondern an der Sache orientiert zu führen". Wirtschaftsverbände aus dem Mittelstand hatten den Bundeswirtschaftsminister als "Totalausfall" kritisiert, weil sie sich benachteiligt sehen.

Dazu sagte Merz: "Ein beachtlicher Teil der deutschen Industrie ist von Eigentümern geführter industrieller Mittelstand. Dies muss Berücksichtigung finden in jeder wirtschaftspolitischen Diskussion. Deshalb haben die Mittelständler recht, wenn sie für sich beanspruchen, im selben Maß wie die Großindustrie wahrgenommen zu werden. Und beide sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden." Der 63-Jährige Merz wird im Juni zum Vizepräsidenten des CDU-Wirtschaftsrats gewählt.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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