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Lambsdorff will Englisch als Amtssprache in Deutschland

Archivmeldung vom 16.12.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.12.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Alexander Graf Lambsdorff Bild: AlMare
Alexander Graf Lambsdorff Bild: AlMare

Der Vizepräsident des EU-Parlaments, Alexander Graf Lambsdorff (FDP), hat sich dafür ausgesprochen, Englisch mittelfristig als Amtssprache in Deutschland einzuführen, um so mehr beschäftigungsorientierte Zuwanderer nach Deutschland zu lotsen.

"Die Mehrzahl hoch qualifizierter Fachkräfte spricht Englisch, nicht Deutsch. Viele gehen deshalb lieber nach Skandinavien oder Holland, wo selbstverständlich Englisch gesprochen wird, auch auf dem Amt", schreibt Lambsdorff in einem Gastbeitrag für die "Welt". "Der Irrglaube, dass hoch qualifizierte Menschen nicht zum deutschen Markt passen, weil sie kein Deutsch sprechen, führt in eine Sackgasse." Deshalb müsse Englisch in Deutschland Verwaltungssprache werden, "mittelfristig vielleicht sogar Amtssprache", so Lambsdorff. "Englisch ist heute lingua franca, die globale Verkehrssprache. Sie wird in Europa, Asien und Lateinamerika flächendeckend unterrichtet."

Schon deshalb sei sie die praktikabelste Lösung. "Natürlich funktioniert so etwas nicht über Nacht. Niemand erwartet, dass auf dem Tiefbauamt in kürzester Zeit alle in perfektem Oxford-Englisch parlieren. Ein Anfang wäre aber gemacht, wenn Ausländer- und Bürgerämter Mitarbeiter mit Englischkenntnissen erlaubten und sie ermutigten, auch auf Englisch zu beraten."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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