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Grünen-Politiker Volker Beck fordert Akzeptanz für religiöses Schächten und Beschneidung

Archivmeldung vom 15.12.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.12.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Volker Beck Bild: Heinrich-Böll-Stiftung, on Flickr CC BY-SA 2.0
Volker Beck Bild: Heinrich-Böll-Stiftung, on Flickr CC BY-SA 2.0

Der Innenexperte der bündnisgrünen Bundestagsfraktion, Volker Beck, hat deutlich gemacht, dass seines Erachtens die Integration vieler Flüchtlinge auch davon abhänge, ob man in Deutschland bereit sei, die religiösen Bedürfnisse der Flüchtlinge zu akzeptieren. "Notwendig ist auch der Respekt der Mehrheitsgesellschaft gegenüber den religiösen Vorstellungen und Vorschriften von Minderheitsreligionen", erklärte Beck in der Sendung Unter den Linden im Fernsehsender phoenix und erwähnte explizit religiöse Kopfbedeckungen, das religiös begründete Schächten von Tieren und die Beschneidung. Natürlich müssten die Menschen, die hier um Asyl bitten würden, zugleich auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau wie auch die friedliche Auseinandersetzung bei unterschiedlicher Meinung akzeptieren.

Beck sprach sich darüber hinaus für die Einrichtung qualitativ unterschiedlicher Integrationskurse aus. "Wir können doch nicht in denselben Kurs den Ingenieur oder Arzt mit dem Analphabeten stecken und brauchen hier mehr Flexibilität." Der grüne Bundestagsabgeordnete votierte zudem dafür, Asylsuchenden früher die Möglichkeit einzuräumen, an diesen Kursen teilzunehmen. "Ansonsten blockieren wir Integration."

Da die Flüchtlinge aus Ländern stammten, in denen der Hass auf Israel verbreitet sei, müsse die Abwehr von Antisemitismus ebenfalls ein Thema sein. "Diese Aufgabe müssen wir angehen und ich erwarte mir hier, dass auch Moschee-Vereine und islamische Verbände sich beteiligen." Generell sah Beck nur in einer engen Zusammenarbeit mit den syrischen Anrainerstaaten die Chance für eine Entlastung beim Flüchtlingszuzug. "Wir müssen sehen, dass wir eine Welt sind. Die Probleme der Türken, Jordanier und Libanesen sind auch die Probleme der Europäer. Wir müssen diesen Ländern helfen, den Menschen eine Integrationsperspektive zu geben."

Quelle: PHOENIX (ots)

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