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Schröder für Unterstützung gleichgeschlechtlicher Paare bei Kinderwunschbehandlung

Archivmeldung vom 22.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Dennis Witte
Kristina Schröder 2012 in Tübingen
Kristina Schröder 2012 in Tübingen

Foto: Wdwdbot
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die frühere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) setzt sich dafür ein, künftig auch eingetragene Lebenspartnerschaften bei der künstlichen Befruchtung finanziell zu unterstützen. "Das wäre die logische Umsetzung des Urteils des Bundessozialgerichts", sagte sie dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Die Solidargemeinschaft zahle die Unterstützung. Deshalb sei es legitim, "die Hilfen für eine künstliche Befruchtung auf diejenigen zu begrenzen, deren Bindung so dauerhaft wie möglich angelegt ist", so Schröder. "Das sind nun einmal zuerst Ehen, aber auch eingetragene Partnerschaften." Sie halte es daher für "überlegenswert, auch gleichgeschlechtlichen Paaren mit eingetragener Lebenspartnerschaft die Kinderwunschbehandlung von der Krankenkasse bezahlen zu lassen".

Auf die Frage, warum sie diesen Vorstoß nicht in ihrer Amtszeit als Ministerin gemacht habe, sagte die CDU-Bundestagsabgeordnete, sie habe bei Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zehn Millionen Euro rausgehandelt, um die Paare besser zu unterstützen. "Schon dagegen gab es enorme Widerstände", so Schröder.

Von "feministischer Seite" sei der Vorwurf gekommen, die Frau werde durch künstliche Befruchtung instrumentalisiert. Im eigenen Lager, der Union, habe es Kritik gegeben, man pfusche Gott ins Handwerk. "Wenn ich da auch noch vorgeschlagen hätte, auch homosexuellen Paaren Hilfen zu geben, hätte ich politisch am Ende gar nichts bewegt."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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