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Ex-Regierungsberater Rürup fordert Mindestrente

Archivmeldung vom 11.12.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.12.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Rolf van Melis, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Rolf van Melis, on Flickr CC BY-SA 2.0

Der frühere Regierungsberater Bert Rürup hat einen besseren Schutz von Geringverdienern vor Altersarmut gefordert. "Wir brauchen für langjährig Beschäftigte eine Mindestrente oberhalb der Grundsicherung. Denn wer sich in der Zeit seines Erwerbslebens erfolgreich bemüht hat, nicht auf die staatlich Fürsorge angewiesen zu sein, sollte auch im Alter nicht zum Sozialamt müssen", sagte Rürup den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

In Deutschland würden die Renten von Geringverdienern im Gegensatz zu den meisten anderen OECD-Ländern nicht anders festgesetzt als die von Normal- oder Besserverdienern. "Das sollten wir ändern", forderte der frühere Wirtschaftsweise, der 2002/2003 eine Reformkommission zur Zukunft der sozialen Sicherung in Deutschland geleitet hatte. Nach Rürups Einschätzung bietet selbst ein deutlich höheres Rentenniveau keinen ausreichenden Schutz gegen Altersarmut.

"Eine Anhebung des Rentenniveaus, wie vor allem von der Partei Die Linke propagiert, nutzt vor allem denen mit langen durchgängigen Erwerbsbiografien und damit Rentenansprüchen mit genügend Abstand zur Grundsicherung", sagte der Ökonom. "Den Risikogruppen ist mit einem höheren Rentenniveau nur wenig geholfen." Besonders gefährdet von Altersarmut seien Langzeitarbeitslose, langjährig Teilzeit-Beschäftigte, Menschen mit schlechter Ausbildung, Migranten, die in einem höheren Lebensalter zugewandert seien, Arbeitnehmer mit durchbrochenen Erwerbsbiografien, langjährige Geringverdiener und Erwerbsgeminderte, so Rürup.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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