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Parteienforscher Niedermayer warnt SPD vor schnellem Wechsel

Archivmeldung vom 13.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Willy-Brandt-Haus (SPD): Die Spitze des Gebäudes
Willy-Brandt-Haus (SPD): Die Spitze des Gebäudes

Foto: Manfred Brückels
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Parteienforscher Oskar Niedermayer hat davor gewarnt, SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles bereits am Dienstag zur kommissarischen Parteivorsitzenden zu ernennen. "Nach allem, was passiert ist, wäre es definitiv besser, wenn erst mal einer der Stellvertreter kommissarisch die Amtsgeschäfte von Martin Schulz übernehmen würde", sagte Niedermayer der "Frankfurter Rundschau".

Martin Schulz und der gesamte Vorstand hätten viel von der Erneuerung der SPD gesprochen, fügte der emeritierte Professor von der Freien Universität Berlin zur Begründung hinzu. Dabei hätten sie immer wieder deutlich gemacht, dass es mehr Mitwirkungsmöglichkeiten für die einzelnen Mitglieder geben solle – auch in Personalfragen. "Jetzt wieder alles im kleinen Kreis auszumachen und einem Parteitag die Lösung einfach nur vorzusetzen, das erzeugt großen Unmut an der Basis", befand Niedermayer. "Das ist in Zeiten des Mitgliedervotums über den Koalitionsvertrag brandgefährlich", setzte er hinzu.

Quelle: dts Nachrichtenagentur