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Kretschmann: Baden-Württemberg müsste Endlager akzeptieren

Archivmeldung vom 19.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Winfried Kretschmann (2010) Bild: GRÜNE Baden-Württemberg / de.wikipedia.org
Winfried Kretschmann (2010) Bild: GRÜNE Baden-Württemberg / de.wikipedia.org

In der wieder aufgeflammten Atommüll-Debatte hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) die grundsätzliche Bereitschaft bekräftigt, notfalls einem Endlager in seinem Land zuzustimmen. "Das Endlagersuchgesetz beinhaltet eine ergebnisoffene Suche nach dem am besten geeigneten Standort", sagte Kretschmann der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Die Endlagersuche solle streng nach wissenschaftlichen Kriterien erfolgen. Bedingung dafür sei eine sogenannte weiße Landkarte. "Das heißt, keine Region, kein Land wird ausgenommen. Das gilt natürlich auch für Baden-Württemberg", sagte Kretschmann. Der Ministerpräsident begrüßte zugleich den Entwurf der Bundesregierung für den neuen nationalen Entsorgungsplan, der von einer Verdoppelung des zu entsorgenden Atommülls ausgeht. "Es ist immer zu begrüßen, wenn die Bundesregierung die Fakten auf den Tisch legt und das tatsächliche Volumen an unterzubringendem Atommüll benennt", sagte Kretschmann. Grünen-Chefin Simone Peter wies die Verantwortung für die Entsorgung des schwach- bis mittelradioaktiven Atommülls aus der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau den Eigentümern der Anlage und den Betreibern von Atomkraftwerken zu. "Die Verantwortung für den Atommüll müssen die Konzerne tragen, die auch den Nutzen aus der Urananreicherung hatten", sagte Peter. Sie erklärte weiter: "Wir treten dafür ein, dass die Urananreicherung in Gronau ganz beendet werden, um nicht noch mehr Atommüll zu produzieren."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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