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Corona: Kleinkinder sollten nicht unnötig zuhause bleiben

Archivmeldung vom 28.04.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.04.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Prof. Dr. Sabine Walper, Kinder- und Jugendpädagogin und Forschungsdirektorin beim Deutschen Jugendinstituts e. V..  Bild: "obs/Wort & Bild Verlag - Verlagsmeldungen/DJI/David Ausserhofer"
Prof. Dr. Sabine Walper, Kinder- und Jugendpädagogin und Forschungsdirektorin beim Deutschen Jugendinstituts e. V.. Bild: "obs/Wort & Bild Verlag - Verlagsmeldungen/DJI/David Ausserhofer"

Prof. Dr. Sabine Walper, Kinder- und Jugendpädagogin und Forschungsdirektorin beim Deutschen Jugendinstituts e. V., spricht im Podcast-Interview über die psychologischen Auswirkungen des Kontaktverbots auf die Kleinsten dieser Gesellschaft.

Bei allen Lockerungsdiskussionen scheinen vor allem die Kleinsten den Kürzeren zu ziehen: Während Schüler und Schülerinnen langsam in die Klassen zurückkehren, müssen sie noch weiter in der Isolation ausharren. Gerade für Kleinkinder ist es schwer, nicht mehr ihr gewohntes Umfeld erleben zu können und auf Abstand zu so wichtigen Bezugspersonen wie den Großeltern zu sein. Was in den Köpfen und Herzen der Kleinsten gerade passiert, erklärt Professor Sabine Walper im Experten-Podcast "Klartext Corona". Sie ist Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut in München und weiß, wie man die aktuelle Situation für Kleinkinder und Eltern erträglicher machen kann.

Denn auch die Eltern dürfen in dieser Situation nicht vergessen werden. Viele tragen aktuell eine Doppelbelastung und versuchen ihren Kindern und ihrer Arbeit gleichermaßen gerecht zu werden. Diese Anspannung kann sich auch indirekt auf die Kinder übertragen, wie Walper befürchtet: "Je länger die Krise dauert, desto mehr wird die wirtschaftliche Situation in Familien fraglich. Diese Sorge der Eltern verändert das Klima in der Familie." Gleichzeitig warnt Walper davor, die Kinder in Anbetracht der täglichen Herausforderungen kurzerhand vor den Fernseher oder das Tablet zu setzen: "Auch, wenn man der Ausnahmesituation Rechnung zollen sollte: Die Zeit, die Kinder vor dem Bildschirm verbringen, sollten begrenzt sein - damit das nicht zur Dauereinrichtung wird." Wichtig sei es vor allem, dass Eltern ihren Kindern die Situation erklären ohne Angst zu schüren. Laut Walper führen nur weitere medizinische Erkenntnisse aus der momentanen Situation: "Sind Kinder eigentlich so ein gefährlicher Infektionsüberträger? Darüber brauchen wir bald Aufschluss, damit man die richtigen Entscheidungen trifft und die jüngeren Kinder nicht unnötig in der heimischen 'Haft' behält."

Moderator Peter Glück und Dr. Dennis Ballwieser, Arzt, Geschäftsführer und Leiter der wissenschaftlichen Redaktion des Wort & Bild Verlags, nehmen die Sorgen der Menschen ernst. Sie informieren auf sachliche und gut verständliche Weise, interviewen Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten und geben den Zuhörern nach dem Motto "Infos - Hilfe - Zusammenhalt" praktische Tipps in dieser außergewöhnlichen Zeit. Alle Hörer/-innen sind eingeladen, sich mit Fragen an das Podcast-Team zu wenden. Die Fragen werden im Podcast beantwortet.

Quelle: Wort & Bild Verlag - Verlagsmeldungen (ots)


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