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Wahltrend: Linke legt zu, Grüne verlieren

Archivmeldung vom 22.12.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.12.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Tim Reckmann / pixelio.de
Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Nach dem Bundesparteitag der CDU stabilisiert sich die Union im stern-RTL-Wahltrend bei 39 Prozent, und Kanzlerin Angela Merkel gewinnt an Zustimmung. Die Grünen büßen im Vergleich zur Vorwoche dagegen einen Punkt auf 10 Prozent ein, während sich die Linke um einen auf 10 Prozent verbessert. Die Werte für die anderen Parteien bleiben unverändert: Die SPD scheint sich bei 24 Prozent einzurichten, die AfD liegt weiterhin bei 8 und die FDP bei 4 Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 5 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt jetzt 34 Prozent, ein Punkt weniger als in der vergangenen Woche.

Bei der Kanzlerpräferenz - wenn also die Spitze des Kanzleramts direkt gewählt werden könnte - legt Angela Merkel um einen weiteren Prozentpunkt zu, während Sigmar Gabriels Wert unverändert bleibt. Mit nun wieder 50 Prozent liegt Merkel 35 Punkte vor Gabriel mit 15 Prozent.

Deutlich hinzugewinnen kann die Union bei der politischen Kompetenz - welche Partei also mit den Problemen am besten fertig wird. 31 Prozent aller Bundesbürger trauen dies jetzt CDU/CSU zu, immerhin drei Prozentpunkte mehr als in der vergangenen Woche. Die SPD kommt hier nach wie vor auf nur 9 Prozent. 7 Prozent trauen diese politische Kompetenz anderen Parteien zu, 53 Prozent keiner Partei, drei Prozent weniger als in der Vorwoche.

"Dass der Union wieder mehr politische Kompetenz zugetraut wird, ist weniger der medialen Wirkung des CDU-Bundesparteitags zuzuschreiben als der vorläufigen Einigung in der Flüchtlingsfrage", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. "Weil die Kritiker mit ihrer Forderung nach eine Obergrenze für die Aufnahme der Flüchtlinge jetzt nicht mehr krähen, erfährt die Kanzlerin mit ihrer Partei eine Aufwertung - zunächst jedenfalls."

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte vom 14. bis 18. Dezember 2015 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2504 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

Quelle: Gruner+Jahr, STERN (ots)

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