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Wowereit empfiehlt der SPD Ruck nach links

Archivmeldung vom 24.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Klaus Wowereit Bild: spd.de
Klaus Wowereit Bild: spd.de

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) empfiehlt seiner Partei einen Ruck nach links: "In Deutschland gibt es unverändert zwei etwa gleich große Lager, das konservative und das linke. Für die SPD besteht die Tragik darin, dass sich neben ihr im linken Spektrum zwei weitere Parteien fest etabliert haben", sagte Wowereit in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

"Nun hoffen viele Genossen, dass sie von den Konservativen etwas herüberziehen können." Das sei der berühmte Kampf um die Mitte. "Ich finde, wir müssen vor allem die Wähler der Linken und der Grünen wieder zu uns holen. Dass die SPD Wirtschaft kann, hat sie bewiesen. Wahltaktisch wichtiger ist ihr soziales Profil."

Kurz vor seinem Rücktritt hat Wowereit unterdessen Frieden mit seinem Image als "Partymeister" gemacht. "Ich bereue nichts", sagte der Bürgermeister. "Unterm Strich hat das alles nicht den Riesenschaden angerichtet". Fotomotive mit Champagnerflasche und rotem Damenschuh – wie kurz nach seinem Amtsantritt 2001 – würde er allerdings vermeiden: "Heute würde ich den Schuh sofort fallen lassen."

Ein weiterer Vorsatz sei: "Ich tanze auch nirgendwo mehr öffentlich, obwohl mir das immer Freude gemacht hat. Aber wenn überall die Fotografen lauern und einen noch nachts um zwei Uhr verfolgen, verliert man die Lust."

Wowereit ist seit 2001 Regierender Bürgermeister von Berlin, im Dezember tritt er von seinem Amt zurück.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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