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Uwe Junge: "Die AfD ist keine Höcke-Partei"

Archivmeldung vom 12.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: "obs/SWR - Südwestrundfunk"
Bild: "obs/SWR - Südwestrundfunk"

Uwe Junge, Landesvorsitzender der AfD Rheinland-Pfalz, hat sich im "SWR Aktuell"-Sommerinterview zu aktuellen Fragen geäußert. Junge rechnet nicht damit, dass der Richtungsstreit innerhalb der AfD zwischen den bürgerlich-konservativen Mitgliedern und dem völkisch-nationalen Flügel um Björn Höcke zur Spaltung der Partei führen wird.

Er und mehr als 100 weitere Mitglieder und Funktionäre der AfD hatten in dieser Woche einen Appell unterzeichnet, in dem sie Höcke und den "Personenkult" um ihn scharf kritisieren. Auf die Frage, wer in der Partei die Macht habe, sagte Junge: "Die Macht in der Partei haben die Mitglieder. Und das muss klar und deutlich werden und das haben wir auch mit diesem Appell, glaube ich, noch mal deutlich gemacht. Die AfD ist keine Höcke-Partei, und der Flügel ist keine bestimmende Größe innerhalb der Partei. Am Ende entscheiden die Mitglieder, und das muss auf Parteitagen entschieden werden und nicht auf irgendwelchen Sondertreffen oder bei anderen Gelegenheiten."

Streit um Parteiausschluss von Jens Ahnemüller für Uwe Junge noch nicht abgeschlossen

Junge will sich im Streit um den Parteiausschluss des AfD-Mitglieds Jens Ahnemüller noch nicht geschlagen geben. "Wenn Schiedsgerichte entscheiden, hat man das zunächst mal zu respektieren und zu akzeptieren. Aber wir werden uns dagegen wehren. Wir gehen weiter - völlig entspannt und emotionsfrei werden wir dieser Sache weiter nachgehen. Und ich bin sicher, dass Jens Ahnemüller irgendwann nicht mehr Mitglied der Partei sein wird." Das Landesschiedsgericht hatte den Parteiausschluss Ahnemüllers aus Mangel an Beweisen vor zwei Wochen abgewiesen.

Auskunft über politische Ambitionen erst nach der Sommerpause

Angesprochen auf seine politische Zukunft und mögliche Ambitionen, für den Bundesvorstand zu kandidieren, sagte Junge im "SWR Aktuell"-Sommerinterview: "Die Ambitionen gibt es immer - ja, man wird ja auch gefragt und man muss sich dann irgendwann auch äußern und man muss sich auch festlegen, aber ich habe das wirklich in der Tat für nach der Sommerpause für mich festgelegt und dann werde ich mit meinen Kollegen auf Bundes-, aber natürlich auch auf Landesebene die Dinge besprechen und dann werden Sie das frühzeitig erfahren."

Das ausführliche Interview mit Uwe Junge sendet "SWR Aktuell Rheinland-Pfalz" heute (12. Juli 2019) ab 19:30 Uhr im SWR Fernsehen. Anschließend ist es in SWR Aktuell Radio zu hören und auf www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ zu sehen. Das Gespräch führte Sandra Hochhuth.

Quelle: SWR - Südwestrundfunk (ots)

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