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Frauenunion ist "wütend" über Kritik an höheren Mütterrenten

Archivmeldung vom 31.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Maria Böhmer, 2010
Maria Böhmer, 2010

Foto: Laurence Chaperon
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Vorsitzende der Frauenunion, Maria Böhmer, hat die Tarifpartner wegen deren Kritik an höheren Mütterrenten scharf kritisiert. Die CDU-Politikerin sagte der "Süddeutschen Zeitung", derzeit versuchten alle, sich "gegen die Interessen der Mütter zu verbünden". Sie sei deshalb "wütend auf Arbeitgeber und Gewerkschaften". Diese würden gegen "die Schließung der Gerechtigkeitslücke mobilisieren". Das dürfe man "nicht stumm hinnehmen". Schließlich würden "acht Millionen Frauen von der Verbesserung profitieren".

Böhmer ist auch Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin. Anlass des Streits ist ein zentrales Wahlversprechen der Union. Bisher werden Mütter unterschiedlich behandelt: Für die Erziehung der vor 1992 geborenen Kinder bekommen sie in der Rentenversicherung einen Punkt gutgeschrieben, für alle anderen drei Punkte. Die Union will diese "Gerechtigkeitslücke" schließen. Wegen der hohen Kosten soll es aber nur eine Teilangleichung geben: Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, sollen künftig zwei Rentenpunkte bekommen. Im Westen ist ein Punkt 28 Euro wert, im Osten 26 Euro. Eine westdeutsche Mutter mit zwei älteren Kindern würde also 56 Euro Rente mehr im Monat erhalten. Die Anpassung kostet 6,5 Milliarden Euro. Die Union will diese nicht aus dem Bundeshaushalt bezahlen. Stattdessen sollen die Überschüsse der Rentenversicherung dafür genutzt werden. Dies wird von Arbeitgebern und Gewerkschaften heftig kritisiert. Sie befürchten eine Überforderung der Rentenkasse durch den "Missbrauch" für höhere Mütterrenten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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