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Gröhe kritisiert Spahns Widerspruchslösung für mehr Organspenden

Archivmeldung vom 15.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Organspende: Hoch umstritten da Körperteile bei lebendigem Leib entnommen werden (Hirntot ist nicht Tot).
Organspende: Hoch umstritten da Körperteile bei lebendigem Leib entnommen werden (Hirntot ist nicht Tot).

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

In der Debatte um neue Organspenderegeln in Deutschland weist der CDU-Politiker Hermann Gröhe im ARD-Mittagsmagazin am Donnerstag darauf hin, dass sich die Bedingungen verbessern müssten.

Der ehemalige Bundesgesundheitsminister sagte: "Dass jeden Tag drei Menschen sterben, weil kein passendes Spenderorgan zur Verfügung steht, kann uns nicht ruhen lassen."

In Bezug auf Jens Spahn kritisierte der Ex-Gesundheitsminister, die Widerspruchslösung sei ein starker Eingriff ins Selbstbestimmungsrecht der Menschen. Das sei vor allem nicht zielführend. Gröhe betonte, es gehe nicht so sehr darum, Menschen für die Zustimmung zu gewinnen, sondern vorhandene Zustimmungen im Ernstfall in den Krankenhäusern auch in eine Transplantation münden zu lassen. Gröhe empfahl, dass es beratende Gespräche beim Hausarzt geben solle.

Der CDU-Politiker betonte die Wichtigkeit der Organspende: "Wir haben eine hohe Zustimmung, aber es kommt zu selten zu Transplantationen." Hermann Gröhe äußerte den Wunsch, dass sich die Menschen in diesem Land mit der Frage beschäftigen sollen, als Organspender im Ernstfall zu helfen.

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)


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