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Grünen-Fraktionschef: Bund muss endlich selbst Reformkonzept für die Bahn vorlegen

Archivmeldung vom 15.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Erich Westendarp / pixelio.de
Bild: Erich Westendarp / pixelio.de

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat vor dem Bahn-Krisengespräch an diesem Dienstag die Bundesregierung aufgefordert, so schnell wie möglich selbst ein Konzept zur Modernisierung des Unternehmens vorzulegen. "Da die Bahn zu 100 Prozent dem Bund gehört, muss der Verkehrsminister selbst die langen Linien vorgeben", sagte Hofreiter der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Es sei "höchste Eisenbahn" für eine konsequente Bahnreform. "Der Vorstand hat den Konzern jahrelang falsch gemanagt und die Regierung hat die Probleme zu lange ignoriert", beklagte der Grünen-Politiker. Die Bundesregierung müsse die Bahn "endlich als Herz und Rückgrat der dringend notwendigen Verkehrswende begreifen". Das Schienennetz gehört laut Hofreiter unmittelbar in staatliche Hand. Er verlangte ferner deutlich mehr Investitionen.

Die Ausgaben für die Bahn sollten verdoppelt, mittelfristig sogar vervierfacht werden, weil der Wagenpark vergrößert und das Netz schnell entrostet werden müsse. Laut Hofreiter wird Bahnfahren außerdem nur dann attraktiver, wenn es ein übersichtlicheres und einfacheres Ticketsystem sowie überall mehr Verbindungen gibt. "Es ist nicht akzeptabel, wenn ganze Regionen und Städte abgehängt werden. Jede Großstadt ab 100.000 Einwohnern soll künftig einen Anspruch auf eine Fernverkehrsanbindung haben", forderte der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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