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Kanzleramt hält Verlängerung bis in den März für möglich

Archivmeldung vom 26.11.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.11.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Lockdown für immer? (Symbolbild)
Lockdown für immer? (Symbolbild)

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Am Morgen nach der neuen Bund-Länder-Konferenz zur Coronakrise hat Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) die Deutschen auf weitere Monate mit Kontaktbeschränkungen eingestimmt. Diese seien bis März möglich, sagte Braun am Donnerstag in der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland".

Braun weiter: "Vor uns liegen schwierige Wintermonate. Das geht bis März. Nach dem März bin ich sehr optimistisch, weil wir dann wahrscheinlich immer mehr Menschen impfen können und es andererseits mit dem Frühling einfacher wird, die Infektionszahlen niedrig zu halten. Aber diese Zurückhaltung, die wir alle an den Tag legen müssen, das wird uns auch den Januar, Februar und März begleiten und gegebenenfalls auch Beschränkungsmaßnahmen, wenn unser individuelles Verhalten nicht ausreicht."

Braun bekräftigte zugleich, dass Hotels und Restaurants über Weihnachten geschlossen bleiben sollen. Auch für Verwandtenbesuche werde es keine Ausnahmen geben. "Wenn man sich an Weihnachten treffen will, muss man in der Woche vor Weihnachten seine Kontakte maximal reduzieren, (...) damit man dann ein ganz geringes Ansteckungsrisiko hat und die Älteren in der Familie treffen kann. Wir haben überlegt, ob man die Hotels im Rahmen des Verwandtenbesuchs öffnen kann, damit das nicht auf der Couch zu Hause stattfindet. Aber wir sind zu der Überzeugung gekommen: Das kann man nicht kontrollieren. Und touristische Reisen dürfen auf keinen Fall stattfinden."

Hotels und Restaurants seien jetzt zunächst bis 20.12. für gewöhnlichen Kundenverkehr geschlossen, so Braun: "Aber wir gehen davon aus, dass wir das bis in den Januar hinein verlängern müssen." Unterdessen hat das Robert-Koch-Institut (RKI) am frühen Donnerstagmorgen 22.268 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 1,5 Prozent oder rund 300 Fälle weniger als am Donnerstagmorgen vor einer Woche. Seit mittlerweile etwa drei Wochen bewegen sich die Zahlen mit kleinen Schwankungen auf in etwa gleichem Niveau. Weil das Kanzleramt derzeit einen Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je Woche und 100.000 Einwohner als Messlatte für eine Lockerung vorgegeben hat, müssten die Werte um etwa Zweidrittel zurückgehen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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