Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Punkrock-Legende Jello Biafra im nd-Gespräch: "Holen wir uns das Geld zurück!"

Punkrock-Legende Jello Biafra im nd-Gespräch: "Holen wir uns das Geld zurück!"

Archivmeldung vom 13.12.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.12.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Jello Biafra Bild: Joe Brockmeier  / wikipedia.org
Jello Biafra Bild: Joe Brockmeier / wikipedia.org

Jello Biafra, Ex-Sänger der legendären Punkband "Dead Kennedys" und Politaktivist, geht mit der SPD und insbesondere mit dem früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder scharf ins Gericht. Letzteren bezeichnete er im Gespräch mit der Tageszeitung "neues deutschland" (Mittwochausgabe) als "Verräter".

Den Atomausstieg in Deutschland auf den Weg gebracht hätten die Grünen, "auf jeden Fall nicht die Sozialdemokraten und Schröder, der nach seiner Amtsniederlegung für Gazprom arbeitet", sagte Biafra gegenüber "nd". "Nicht mal in Amerika geht man so weit. Das wäre, als wenn George Bush für die größte Firma in China arbeiten würde."

Biafra ist aktives Mitglied der Green Party in den USA. Trotz seines positiven Urteils über die deutschen Grünen in Sachen Atomausstieg würde er in Deutschland nicht sie wählen, sondern eher die LINKE oder die Piraten. "Die deutschen Grünen sind Teil des Mainstreams geworden", sagte der 53-Jährige, der sich selbst als demokratischen Anarchisten bezeichnet.

In dem Interview äußert sich Biafra auch zur US-amerikanischen Occupy-Bewegung, die er unterstützt. "Die Regierungen haben seit den späten 70er Jahren systematisch die Reichen entlastet und verkünden jetzt die Notwendigkeit von Sparprogrammen. Die Forderung sollte also sein: Holen wir uns das Geld von diesen Räubern zurück!"

Der Musiker versteht Occupy auch als Bewegung für einen Sozialstaat. "Wenn wir das wiederbekommen, was der amerikanische Wohlfahrtsstaat einmal war - bis Bill Clinton, mehr als jeder andere, ihn ruinierte - dann wäre das ein guter Anfang." Aus seiner Sicht hätte der "Aufstand auf der Straße" viel früher beginnen müssen: "Hätten wir Washington D.C. besetzt, als die Auseinandersetzung über das Gesundheitswesen im Kongress ausgetragen wurde, hätten wir ein Gesundheitswesen wie das deutsche."

Quelle: Neues Deutschland (ots)

Anzeige:
Videos
Screenshot aus dem Ende befindlichen Videobeitrag
Zecken, und wie man sich davor schützt
Masern-Ausschlag bei einem nigerianischen Mädchen.
Welches Masernvirus?
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein: