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Regierung ruft zu Zivilcourage gegen Antisemitismus auf

Archivmeldung vom 27.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Dorothee Bär (2019)
Dorothee Bär (2019)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Vertreter der Bundesregierung wenden sich im Kampf gegen Judenhass an die Zivilgesellschaft. "Widersprechen Sie, wann immer Ihnen Antisemitismus begegnet, laut, nicht abwartend, nicht zögernd, und sagen Sie Nein zu Antisemitismus jedweder Art", sagte die Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär (CSU), der "Welt".

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, rief dazu auf, nicht zu warten, bis es zu antisemitischen Straftaten kommt. "Wir brauchen einen wachsame und mutige Zivilgesellschaft." Bär und Klein äußern sich anlässlich des Starts des Videoprojekts "Jeder Vierte" der FreeTech - Axel Springer Academy of Journalism and Technology, das von einem jungen Reporterteam recherchierte alltägliche Erfahrungen von in Deutschland lebenden Juden öffentlich macht. Benannt ist das Projekt nach einer Studie des Jüdischen Weltkongresses aus dem Herbst 2019, nach der 27 Prozent der Deutschen judenfeindliche Gedanken hegen.

"Jeder vierte Deutsche denkt antisemitisch. Aber auch diejenigen, die schweigen und das nicht kommentieren, machen sich mitschuldig", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil zum Start des Projekts. "Aus Einstellungen werden Gesinnungen, aus Worten Taten. Unsere Geschichte hat uns das auf die brutalst denkbare Weise bewiesen", sagte der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner nennt Antisemitismus "eine der größten Herausforderungen, die wir haben". Es müsse widersprochen werden, wenn Ressentiments geäußert werden, "auch verkappt in der Form der Israelkritik".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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